Es fällt mir zur Zeit schwer mich schöpferisch zu betätigen. Weil aber gerade dies mir enorm helfen würde meine Spur wieder zu finden hab ich es gestern mit etwas völlig anderem versucht. Eine ganzer Berg einzelner Fimo-Perlen von Experimenten, aber auch teilweise viel zu gross bzw. schwer um als Schmuck verarbeitet zu werden, hab ich gestern aus ihrem dunklen Verlies geholt und mit Zangen und Draht zu zwei Ketten als Schmuck für draussen verarbeitet.
Die eine Kette hab ich mit braunem Aludraht gemacht. Was für ein Kampf mit dem weichen Zeugs, das aber jede Berührung mit der Zange auf ewig bösartig speichert. Nicht mein Lieblingsdraht.
Auch wenns mir zugegebenermassen farblich gut gefällt.
Die zweite Kette hab ich dann mit verzinktem Eisendraht, der hier in verschiedenen Dicken immer vorrätig ist, gearbeitet. Aaaaah, der lässt sich wenigstens sauber schneiden und auch besser formen.
Die Ketten präsentieren sich auf meinen letzten Färbungen. Weil ich wissen wollte ob das Grün der roten Haselnuss vom Reifegrad abhängt hab ich nochmals Blätter geholt.
Nun, der erste Zug (unter der Zinkdrahtkette) ergab praktisch dasselbe Grün wie bei der
ersten diesjährigen Färbung.
Der zweite und dritte Zug (Bild Aludraht-Kette braun) kamen aber völlig überraschend und nicht wirklich logisch raus. Ob ich da wohl den Prozess mit der Sorge um mein Katzenmädel beeinflusst habe?
Dass das Ergebnis beim natürlich Färben unter vielen anderen Faktoren sehr stark von der Verfassung beeinflusst wird weiss wohl jede Färberin. Eine dermassen krasse Auswirkung erlebte ich hier allerdings zum ersten Male. Ein irrer Farbreigen von einem warmen Olivgrün über Gold zu Beige.
Gefärbt hab ich mit 400% Blättern als Kontaktfärbung kaltgebeizte Zitron Trekking. Die Farben entsprechen eher denen auf den Kettenbildern.