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Sonntag, 20. November 2016

Die Geschichte des Spinnens

Auch wenns letztendlich ein Werbefilm ist, ist einfach zu schön, weshalb ich das Video hier festhalten möchte.
Viel Spass beim gucken :-)


Dienstag, 26. April 2016

Sieben Jahre...

sind es nun fast, wo ihr mich beim Färben...

Verschiedene Färbungen mit Lac-Dye
gefärbt auf 100% BFL nach Rezepten aus Dorothea Fischers neuem Buch

...Kardieren...

selbst kardierter Farbverlauf

...Spinnen...

100% Merino 875m/200g

...und Stricken begleitet habt.

Meine Fysalides, ein 68 x 220 cm grosses Tuch

Schön wars und ich bin sehr dankbar dafür. Schöne Kontakte, ja sogar Freundschaften ♥ haben sich aus dem Bloggen entwickelt. Ich selber durfte vieles lernen mit dem bloggen, nicht nur Computer technisch.

Farbverlauf gelungen *freu* geht sanft von Violett zu Jadegrün und wieder zurück zu Violett

Nun bin ich mittlerweile hauptsächlich auf Ravelry aktiv, die Datenbank dort macht vieles einfacher und die direkte Kommunikation in den Gruppen ist einfach schön.


Da ich meine Zeit aber nicht hauptsächlich am Compi, sondern mit meinen geliebten Fasern verbringen will, leg ich hier mal eine Pause ein. So schön die Bloggerzeit war - über eine Million Besucher, boah, das hätt ich ja nie gedacht als ich mit meinem Blog anfing - alles hat mal ein Ende. Ein riesengrosses Danke an euch und euer Interesse an meinen Geschreibsel und meinen Bildern!

Den Blog lass ich stehen, schon wegen der Anleitungen. Und wer weiss, vielleicht packt mich doch irgendwann wieder die Lust? Ich verschwinde jedenfalls nicht völlig aus der virtuellen Welt.

Wir sehen uns - auf Ravelry :-)

Donnerstag, 10. März 2016

Petrolium

Künstlerische Freiheit in der Namensgebung, kein Schreibfehler. ;-)) Am letzten Spinntreffen im Oktober angefangen und danach in einen langen Winterschlaf gefallen, hab ich nun endlich mein Tuchgarn gesponnen.



Ging genau auf mit zwei Lendrumspulen



welche ich dann auf dem e-Spinner miteinander verzwirnt habe



Auch wenns kaum sichtbar ist, versponnen hab ich den Kammzug fraktal


300g/1067m

und nun ist es ein fein schattiertes Tuchgarn. Material kann ich nur noch aus der blassen Erinnerung sagen, da der Zettel sich über den Winter in Luft aufgelöst hat. Ob BFL oder eine andere feine Wollfaser weiss ich nicht mehr, einiges an Seide und Milchseide ist in der Mischung drin. Eine Färbung von der Spinnwebstube, schöne Farbe ♥ aber schwierig zu knipsen.



Petrol eben, was je nach Licht und Hintergrund mal blauer mal grüner erscheint.


Spinnernetz-Südtreffen in Friedrichshafen

Vorerst mag ich es nicht mehr anschauen, auch wenn die schöne Erinnerung an unser Südtreffen in Friedrichshafen mit dabei ist. Aber nach der tagelangen Spinnerei hab ich die Farbe gerade etwas über. Was aber wohl nicht lange anhalten wird. ;-)

Ich frage mich allerdings gerade, woher die Farbbezeichnung Petrol eigentlich kommt? Mit Petroleum hat sie ja so gar nix gemeinsam. Wer weiss da was dazu?

Mittwoch, 2. März 2016

Bridging

So kommts, wenn man ans Spinntreffen etwas mitnimmt, wozu man so gar keine Lust hat es weiter zu verspinnen und, da immer auch ein zwei zusätzliche leere Spulen miteingepackt sind, ein reichlich ausgestattetes Faserbuffet von der Spinnwebstube verführt.



Am Treffen selber hab ich zwar praktisch nix gesponnen, das Kiefertraining war wichtiger ;-)), aber zuhause hatte ich dann richtig Lust den tollen Kammzug zu verspinnen. Nachdem ich nämlich mein Lendrum, was seit dem Umzug arg streng zum treten war, komplett auseinander genommen und alles gereinigt und wo nötig geölt habe, läufts wieder "wie'n es Örgeli".



Trotzdem hab ich zum verzwirnen auf den E-Spinner gewechselt, damit ich einen langen Zwirn am Stück machen kann.



War zwar etwas Blindflug, denn die Farben waren über den Jeansbekleideten Beinen kaum zu sehen. Jaja, ich weiss, ein helles Tuch oder so, hab ich aber nicht und bis heute auch immer wieder vergessen zu besorgen.



Gar nicht frühlingshaft, dafür schön dunkel. ;-)


60% ManxLoaghtan/20% Sojaseide/20% Babyalpaka • 168g/554m

Was draus wird? Keine Ahnung, wird sich irgendwann zeigen bzw. die Strange mir zuflüstern.

Dienstag, 1. März 2016

Smallrollercrop

Ideenlos, aber Lust zum spinnen. Was macht Frau in einem solchen Fall?


Die Resten von der kleinen Walze türmten sich schon ziemlich und so hab ich mal versucht damit Röllchen auf der Trommelkarde zu machen. Funzt nicht so dolle, im langen Auszug wollten sie sich auch nicht verspinnen lassen.


825m/350g

Also hab ich nach hinten ausgezogen, aber relativ unkrotolliert ins Rad laufen lassen. Schneller Spielspass :-))) verzwirnt mit einem Merino-Lace.

Sonntag, 7. Februar 2016

Opposite

Ein Effektgarn?


Nein, Sockengarn, aber was für eines... *gacker*
Aber der Reihe nach. Auf Ravelry diskutieren wir gerade das Thema Sockenwolle spinnen. Dabei sind wir natürlich auch auf die spezielle Spinntechnik aus The Spinners Book of Yarn Designs von Sarah Anderson zu reden gekommen.

Nun, mir selber erschliesst sich ehrlicherweise nicht wirklich, warum ein dreifädiges Garn, mit einem Single in "falscher" Richtung gesponnen, stärker sein soll als ein klassischer 3-Ply. Es sind ja die Fasern, die durch Beanspruchung an den Reibestellen leiden. Ich denke sogar, dass genau das Gegenteil eintreffen müsste. Bei einem ausgeglichen gesponnenen und verzwirnten Garn liegen die Fasern schlussendlich alle längs parallel. Ist nun ein Single in der Zwirnrichtung gesponnen, liegen dessen Fasern nach dem Zwirnen quer.

Nun, theoretisieren kann ja jeder und ob die eigene Logik wirklich stimmt auch nicht immer so sicher. Ergo besser selber testen, bevor man die Klappe lautstark aufreisst. Also hab ich mir etwas Kammzug (70% Merino sw/30% Polyamid) gefärbt und einen Single in S- und zwei Singles in Z-Richtung gesponnen,



und dann frohen Mutes mit dem Zwirnen begonnen. Was für ein Bockmist! Damit sich die drei Fäden nicht dauernd verhakeln und verknoten braucht es Zug, aber starker Zug bei Lacestärke ist Kamikaze. Dann ist es auch unheimlich schwer, einen einigermassen passablen Zwirn hinzubekommen, da der "falsch" gesponnenen Single sich natürlich lieber wie ein Spiralzwirn um die andern zwei Singles wickeln will. Mir gefällt das Resultat ehrlicherweise gar nicht.



Ich hab bei meinem allerersten Navajozwirnversuch nicht halb so viel geflucht und Nerven verschlissen wie für dieses Experiment! Zwei Hände sind eindeutig zu wenig, denn man ist immer wieder herausgefordert in den vom Faulenzer kommenden Singles Verdrehungen auseinander zu friemeln, ohne dass sich die dabei entstandenen Schlingen verknoten. So kams, wie es kommen musste, Verschlingung und auch noch Fadenbruch, was zu toteler Verknotung führt und deshalb nur neu anfangen blieb. Das bisschen Wolle war letztendlich auf drei Spulen verteilt. *augenroll*

Ich hab die drei Teilstücke beim Haspeln aneinander geknotet, damit ich nur eine Strange fürs Entspannungsbad habe. Denn sobald das Garn keinen Zug mehr hat, es also von der Haspel runter genommen wird, schnurpft alles zusammen.



Wär als Haargummi zu gebrauchen, so stark ist die "Elastizität".

Da ich sowas auf keinen Fall verstricken mag, hab ich die Strange zum trocknen auf die Haspel gespannt.


62g/161m

Für Socken reicht es eh nicht, aber egal, denn anfühlen tut sich das komische Garn nicht schön. Test stricken werde ich es auf jeden Fall, um zu sehen, was das für ein Maschenbild ergibt und wie sich das Gestrick anfühlt.
Ich für meinen Teil seh mich bestätigt, dass das Ganze einfach Quatsch ist. Sockenwolle von Hand spinnen ist in meinen Augen eh schon künstliche Arbeitsbeschaffung. Sich dafür auch noch mit dieser Technik abzuquälen grenzt aber echt an Masochismus.

Hat wer von euch das auch mal versucht?

Freitag, 22. Januar 2016

The dark side of the moon

Der Winterblues hat den ersten Transformationsprozess durch


und hat sich farblich, wie erwartet, noch etwas mehr verdunkelt.


1400m/631g

Ich mags, auch wenn ich es lieber dünner gehabt hätte.
Das Southdown ist sicherlich daran schuld, dazu die Beimischung mit Milchseide, die mir nach wie vor Mühe bereitet beim spinnen. Nun denn, ersteres hab ich nun endgültig aufgebraucht und die Milchseide lern ich auch noch zu beherrschen.



Ich würd ja zu gerne tolle Fotos zeigen, aber da müsstet ihr noch ein paar Wochen auf Bilder warten. Derzeit sind einfach keine wirklich guten Bilder möglich.

Aber mit diesem Problem bin ich ja nicht allein. Wie macht ihr das? Keine Fotos, Blitzfotos oder gar Vollausrüstung mit Studiolampen und dem ganzen Pipapo?

Mittwoch, 6. Januar 2016

Zwischen zwei Regenschauern

hab ich ganz schnell die Chance genutzt, meine Madame nach draussen gezerrt und ihr mein neues Jäckchen angezogen.



Sehr schlicht und einfach, weil es sich so schön vielseitig kombinieren lässt.



Eigentlich hab ich mir dafür eine Anleitung gekauft. Aber schon beim Start der Ärmel war schnell klar, dass diese so gar nicht meinen Ansprüchen taugt. Hackeenge Röhren mag ich ja gar nicht und Raglan, der sich direkt in die Achselhöhle reinzwängt noch viel weniger. Also hab ich schon mal die Ärmel nach meinem Gusto gestrickt, damit sie oben genügend Breite bekommen.



Nun bin ich ja grundsätzlich die Einzelteilstrickerin, aber bei Raglan ziehe auch ich das durchgängige stricken vor. Deshalb hab ich, anders als in der Anleitung angegeben, das Rückteil provisorisch angeschlagen und konnte so das ganze obere Stück in einem Arbeitsgang stricken.

Sah witzig aus, so flach auf dem Boden ausgelegt, da die runden Vorderteile gleich mit dem Raglan komplett fertig sind.



Sorry, war irgendwann abends damit fertig, wollte aber unbedingt gleich das restliche Rückenteil unten noch dran stricken, deshalb nur ein trauriges Nacht-Blitzbild.

Auch hab ich, anders als im Original, unter den Armen noch ein paar Maschen angeschlagen. So passt das ganze Teil viel schöner an die Anatomie.



Ob ich noch einen Verschluss dran mache, bin ich mir nach wie vor unschlüssig. Denn eigentlich gefällts mir so und bis mir DIE Lösung einfällt, lass ich es einfach mal ohne. Gibt ja auch noch Tuchnadeln und Co ;-) Vielleicht hat wer von euch eine spezielle Idee für mich?

Gestrickt hab ich meine Fliedersonne mit Nadeln Nr. 4 aus meinem handgesponnenen Amethyst



und da ich zweierlei Farbtöne hatte, das dafür so toll geeignete Muster *2 Reihen glatt rechts, eine Krausrippe* im Wechsel verwendet. So lassen sich unterschiedlich Farbtöne klasse vereinen. Ein Leichtgewicht ist es geworden, 357 gr. was 1050 verstrickte Meter bedeutet.

Letztendlich ist meine Fliedersonne nun nur noch inspiriert von der Sunrise Circle Jacket (Ravelry-Kaufanleitung), sogar die eigenartige Taillierung im Rücken hab ich weggelassen. Abgesehen davon, dass ich nicht gesehen habe, dass es eine Wort für Wort-Anleitung *grrrr* ist und somit für mich eh nicht wirklich taugt, hab ich ja nun meine ganze Konstruktion auch noch selber berechnet. Egal, es hat unheimlich gut getan, mich mal endlich wieder einem meiner Hobbys zuwenden zu können. :-)

Samstag, 31. Oktober 2015

Wir sind Streber!

Gestern war unser letzter Spinntreff für dieses Jahr. Und damit auch Termin die 8-Monate-Jahresaufgabe mitzubringen.
Was sind wir doch für Streber! ;-))) Irre beeindruckend was sich da in der Mitte unserer grossen Spinnrunde sammelte. Es wurde nicht nur gesponnen, nein fast alle haben das Material auch verstrickt oder verhäkelt.

Grosse Accessoires sind entstanden, wunderschöne Tücher, Cowls, Mützen


und auch Täschchen.

Leider sind meine Fotos nicht so toll geworden, dafür ist meine Begeisterung über die Vielfalt umso grösser. Schaut mal, sogar richtig grosse Teile sind präsentiert worden!



Wir durften ja fast alles mit unserem Ausgangsmaterial machen, auch was dazu nehmen. Die Umkehrung dieser Regel von einer Spinnerin fand grossen Anklang, sie nahm was weg. *kicher* Hat es aber brav zu einem separaten Faden versponnen. ;-)

Schön war unser Abend! Laut, schnattrig, fröhlich und bunt wars. Unser Spinnkreis wächst stetig, wenns so weitergeht brauchen wir bald einen grösseren Raum. Schön find ich dabei ganz besonders die Vielfalt an Frauen, so viele verschiedene und trotzdem sind wir eine Gemeinschaft. ♥

Ich freu mich schon auf den ersten Treff im neuen Jahr, da bringt Rita dann auch wieder eine Jahresaufgabe mit. Mal sehen, hab mich diesmal nur mit Vorbehalt angemeldet, wobei die Ergebnisse von diesem Jahr schon sehr motivierend sind doch dabei zu bleiben.

Aber jetzt bring ich erst mal den Transfer über die Bühne und hoffe, bald wieder soweit eingerichtet zu sein, dass ich mich wieder meinen Hobbys zuwenden kann.

Montag, 19. Oktober 2015

finger factory and brainwork

Nun hab ich mein Ufzgi sogar verstrickt!



Erst entstand ein Paar Fingerhandschuhe



und danach, weil viel mehr übrig blieb als gedacht, hab ich gleich noch eine Mütze gestrickt



Weil ich nicht wusste, obs mir für ein Schlabberteil reicht, hab ich oben begonnen und dann einfach so lange gestrickt, bis die Wolle alle war.
Bin ganz glücklich mit dem Set, aber Fan von Alpaka bin ich nach wie vor nicht.



Obwohl ich nicht so empfindlich bin, Alpaka juckt mich und vertrag ich z.B. am Hals gar nicht. Zuerst hatte ich nämlich einen Cowl gestrickt, der aber, abgesehen vom missratenen Design, für mich untragbar gewesen wär. Mal sehen, obs an der Stirn geht.

Etwas farblos mein Post, ich weiss. Aber meine Möglichkeiten für ansprechende Fotos sind eingeschränkt, weil bis aufs Lebensnotwendige schon mehr oder weniger alles in Kisten verpackt ist. Da ist der Spinntreff nächste Woche ein richtiger Lichtblick! Bin echt gespannt, was meine Mitspinner aus der Hausaufgabe gemacht haben.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ravelry

Das sympatische Social-Network eines Ehepaares


Die Geschichte von Ravelry könnt ihr hier nachlesen.
Bestätigt mir meine Gedanken zu dieser Plattform und warum sie mir, im Gegensatz zum Fratzenbuch, sympatisch ist.

Montag, 21. September 2015

Boltuma

Geschafft! :-)

Wie üblich hab ich erst ein paar Tage herum gestrickt, bis ich die wirklich zündende Idee hatte. So hab ich eigentlich erst am Freitag richtig gestartet und, getrieben vom Zeitdruck, fünf Turbo-Stricktage eingelegt.
Die Kanten sind nicht mi I-Cord, sondern angestricktem und umgenähten Streifen versäubert und als Verschluss hab ich einen Zweiwege-Reissverschluss eingenäht.



Ein herrlich warmer Mantel, der mir nicht nur den Körper sondern auch die Beine wärmt.
Die Tulpe stammt von dieser Anleitung (Ravelry Kaufanleitung), allerdings nur die Zahlen für die Patches. Bis an einen Minirest von ca. 15g, ist die ganze handgesponnene Wolle komplett verstrickt.

Der Mantel wird mit anderen Strickwerken aus Bündner Oberländer Wolle an der Widderschau 2015 (Schweiz) ausgestellt, um den Besuchern zu zeigen, wie vielseitig diese Schafe und wie schön deren Wolle ist. Ich freu mich, dass ich damit ein Stückchen dazu beitragen darf, zu zeigen, dass es durchaus auch hier in der Schweiz tolle Schafwolle gibt.

Auch wenn meine Fotos nicht hitverdächtig sind, die Sonne ist leider bereits zu flach für gutes Licht, so bin ich doch sehr gespannt, wie euch mein BündnerOberLänderTulpenMantel gefällt.

Samstag, 19. September 2015

Häsch d'Ufzgi gmacht?

Jo, han i! :-)))))
Übersetzung für die Nichtschweizer: Hast du die Hausaufgaben gemacht? Ja, hab ich.

Jaja, Rita, unsere liebe und tolle Spinnlehrerin sowie Spinntreffen-Organisatorin erwischt uns jedes Jahr aufs Neue. Und wir Deppen sagen auch noch freiwillig ja, dass sie uns Hausaufgaben gibt. Diese wird als Jahresaufgabe bezeichnet, wobei dieses Jahr nur 8 Monate lang ist. Kein Wunder ist der Termin immer so plötzlich da und versetzt uns alle in grosse Aufregung wenn wir ein Treffen vorher daran erinnert werden. ;-))

Haaa, ich bin diesmal sogar frühzeitig fertig. :-P Zumindest versponnen hab ich das Material.


165g/368m

Wir bekommen die 8-Monate-Jahres-Aufgabe in einer Tüte, die diesmal mit Alpaka in Schwarz und Weiss sowie einem Stück gemischten Kammzug aus Polwarth/Kaschmir/Seide gefüllt war.



Eigentlich wär diesmal erlaubt gewesen auch noch weitere Fasern dazu zu nehmen, es durfte nach Lust und Laune kardiert, gemischt, gesponnen und verzwirnt werden. Da die Basis aus dem von mir nicht so wirklich geliebtem Alpaka besteht, hatte ich nicht wirklich Lust, noch gross was beizumischen.
Die doch sehr unterschiedlich langen Fasern hab ich auf dem Kardierbrett zu Röllchen gedreht



und dann im langen Auszug versponnen.
Um doch etwas mehr als ein knappes Strängelchen heraus zu bekommen, hab ich ein hier schon lange herum liegendes Knäuel Merino-Lace (600m/100g) zum verzwirnen hergenommen. Und weil ich Spiralzwirne nicht wirklich mag, liess ich es auch durchs Rad laufen, damit es den gleichen Drall kriegt.



Die beiden Spulen hab ich auf dem E-Spinner vereint



und was ein Zufall, mein angefangenes Lace-Knäuel hat perfekt gereicht. Glück gehabt, ich habs nämlich nicht mal gewogen vorher. Man könnte es auch zugefallene Punktlandung nennen. *lach*

Ob ich die Strange verstricke, weiss ich allerdings noch nicht. Mal sehen, ob mir was Brauchbares dafür einfällt. Ich mag Alpaka nicht nur von der Haptik her nicht wirklich, nein ich verstricke es auch höchst ungern. Aber i ha mini Ufzgi gmacht! Nun kann ich entspannt dem nächsten Spinntreffen entgegen sehen. Jetzt fehlt noch das Finish am Bünder Oberländer Projekt und dann bin ich wirklich entspannt und stressfrei - zumindest im Wollbereich.

Mittwoch, 9. September 2015

Kurze Verschnaufspause...

...hatte ich, als die fertigen Strangen nach ihrem Entspannungsbad am trocknen waren. Nervöses Däumchendrehen, denn planen oder gar ein Modell entwerfen geht ohne MaPro nicht wirklich.


Bündner Oberländer Wolle gewürzt mit wenig Seide in Schwarz ~1000g/ 1776m

Dann wollten die Strangen ja auch noch erst ausgezählt, gewogen und geknipst werden.


sorry, viel zu hell, da an der prallen Sonne geknipst

In Anbetracht der nicht einfachen Spinnerei hab ich glaub für mich einen neuen Rekord aufgestellt. *lach* Denn mit spinnen konnt ich erst am Mittwoch so richtig loslegen



und war dann Montag Morgen endlich fertig mit meinen Singles. Deshalb auch kein wirklich berauschendes Spulenbild. Denn logischerweise ging ich sogleich ans zwirnen und habs durchgezogen bis irgendwann Nachts.



Nun ja, der nächste Morgen war da schon näher als der vorhergehende Abend. Gestern dann noch die Strangen gewickelt und ins Entspannungsbad gelegt. Am späten Nachmittag war dieses ausgekühlt, also spülen, schwingen, an die Wand kloppen und aufhängen. Was bin ich froh, ist die Heizperiode los gegangen, so trocknen sie wenigstens einigermassen schnell.



Ich hätt mir ja nie träumen lassen, dass diese süssen Schafe mich so dermassen unter Druck setzen... Während ihr das hier lest, hab ich sicher schon geknäuelt und hoffe, weiter zu sein als erst an der MaPro. Der CountDown läuft, mein Hals fühlt sich etwas eng an, denn mein Teil muss noch vor Ende Monat fertig sein.
Nun hoff ich einfach, dass mir alles auf Anhieb gelingt. Viel Luft für Ribbelaktionen hab ich nicht.

Bin dann mal am stricken...