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Dienstag, 26. April 2016

Sieben Jahre...

sind es nun fast, wo ihr mich beim Färben...

Verschiedene Färbungen mit Lac-Dye
gefärbt auf 100% BFL nach Rezepten aus Dorothea Fischers neuem Buch

...Kardieren...

selbst kardierter Farbverlauf

...Spinnen...

100% Merino 875m/200g

...und Stricken begleitet habt.

Meine Fysalides, ein 68 x 220 cm grosses Tuch

Schön wars und ich bin sehr dankbar dafür. Schöne Kontakte, ja sogar Freundschaften ♥ haben sich aus dem Bloggen entwickelt. Ich selber durfte vieles lernen mit dem bloggen, nicht nur Computer technisch.

Farbverlauf gelungen *freu* geht sanft von Violett zu Jadegrün und wieder zurück zu Violett

Nun bin ich mittlerweile hauptsächlich auf Ravelry aktiv, die Datenbank dort macht vieles einfacher und die direkte Kommunikation in den Gruppen ist einfach schön.


Da ich meine Zeit aber nicht hauptsächlich am Compi, sondern mit meinen geliebten Fasern verbringen will, leg ich hier mal eine Pause ein. So schön die Bloggerzeit war - über eine Million Besucher, boah, das hätt ich ja nie gedacht als ich mit meinem Blog anfing - alles hat mal ein Ende. Ein riesengrosses Danke an euch und euer Interesse an meinen Geschreibsel und meinen Bildern!

Den Blog lass ich stehen, schon wegen der Anleitungen. Und wer weiss, vielleicht packt mich doch irgendwann wieder die Lust? Ich verschwinde jedenfalls nicht völlig aus der virtuellen Welt.

Wir sehen uns - auf Ravelry :-)

Dienstag, 1. März 2016

Smallrollercrop

Ideenlos, aber Lust zum spinnen. Was macht Frau in einem solchen Fall?


Die Resten von der kleinen Walze türmten sich schon ziemlich und so hab ich mal versucht damit Röllchen auf der Trommelkarde zu machen. Funzt nicht so dolle, im langen Auszug wollten sie sich auch nicht verspinnen lassen.


825m/350g

Also hab ich nach hinten ausgezogen, aber relativ unkrotolliert ins Rad laufen lassen. Schneller Spielspass :-))) verzwirnt mit einem Merino-Lace.

Freitag, 22. Januar 2016

The dark side of the moon

Der Winterblues hat den ersten Transformationsprozess durch


und hat sich farblich, wie erwartet, noch etwas mehr verdunkelt.


1400m/631g

Ich mags, auch wenn ich es lieber dünner gehabt hätte.
Das Southdown ist sicherlich daran schuld, dazu die Beimischung mit Milchseide, die mir nach wie vor Mühe bereitet beim spinnen. Nun denn, ersteres hab ich nun endgültig aufgebraucht und die Milchseide lern ich auch noch zu beherrschen.



Ich würd ja zu gerne tolle Fotos zeigen, aber da müsstet ihr noch ein paar Wochen auf Bilder warten. Derzeit sind einfach keine wirklich guten Bilder möglich.

Aber mit diesem Problem bin ich ja nicht allein. Wie macht ihr das? Keine Fotos, Blitzfotos oder gar Vollausrüstung mit Studiolampen und dem ganzen Pipapo?

Dienstag, 12. Januar 2016

Winter Blues

Jooo, auch mich trifft's...
Bin zwar wie jedes Jahr einfach nur froh, dass der ganze Klimbim mit den Feiertagen vorrüber ist und sich das Leben wieder normalisiert.
Aber müde bin ich *gähn* vor allem wenn sich tagelang kein einziger Sonnenstrahl zeigen mag. Der Drang meines Körpers in den absolut tiefsten Winterschlaf zu fallen ist so stark, dass ich sogar Disziplin brauch um mich für meine Hobbys aufzuraffen. O_O


Was bin ich froh, hab ich Sonne im Vorratsglas!

Aber wenn noch ein Strick-Projekt in der Mache ist, was irgendwie nicht vom Fleck kommen will, aber auch nicht durch ein weiteres dazwischen geschobenes in die Ufo-Gefahrenzone geraten soll, was macht man da?

Abtauchen in die bunten Faservorräte! Vielleicht animieren die Farben eventuelle letzte Kräfte?



Hmmm, hat nicht so wirklich funktioniert. Der Winter Blues hat sich durchgesetzt. *gg*



Rund 600g Batts, kardiert aus diversen Wollfasern und mit etwas Milchseidenglanz versehen.



Gleich fläz ich mich aufs Sofa, leg die Füsse hoch und lass die Fasern auf die Spule laufen, E-Spinner sei dank. So lässt sich der Winter Blues aushalten. ;-))
Was hilft euch die sonnenarme Jahreszeit besser durch zu stehen? Vielleicht auch ein bisschen Licht auf Vorrat?



Das Licht im Glas wird tagsüber mit Sonnenenergie aufgeladen, was auch ohne strahlend schönes Wetter funktioniert und gibt ein tolles Licht. Das Fair Trade Produkt hab ich bei Rita in der Spinnwebstube gekauft. ;-)

Samstag, 31. Oktober 2015

Wir sind Streber!

Gestern war unser letzter Spinntreff für dieses Jahr. Und damit auch Termin die 8-Monate-Jahresaufgabe mitzubringen.
Was sind wir doch für Streber! ;-))) Irre beeindruckend was sich da in der Mitte unserer grossen Spinnrunde sammelte. Es wurde nicht nur gesponnen, nein fast alle haben das Material auch verstrickt oder verhäkelt.

Grosse Accessoires sind entstanden, wunderschöne Tücher, Cowls, Mützen


und auch Täschchen.

Leider sind meine Fotos nicht so toll geworden, dafür ist meine Begeisterung über die Vielfalt umso grösser. Schaut mal, sogar richtig grosse Teile sind präsentiert worden!



Wir durften ja fast alles mit unserem Ausgangsmaterial machen, auch was dazu nehmen. Die Umkehrung dieser Regel von einer Spinnerin fand grossen Anklang, sie nahm was weg. *kicher* Hat es aber brav zu einem separaten Faden versponnen. ;-)

Schön war unser Abend! Laut, schnattrig, fröhlich und bunt wars. Unser Spinnkreis wächst stetig, wenns so weitergeht brauchen wir bald einen grösseren Raum. Schön find ich dabei ganz besonders die Vielfalt an Frauen, so viele verschiedene und trotzdem sind wir eine Gemeinschaft. ♥

Ich freu mich schon auf den ersten Treff im neuen Jahr, da bringt Rita dann auch wieder eine Jahresaufgabe mit. Mal sehen, hab mich diesmal nur mit Vorbehalt angemeldet, wobei die Ergebnisse von diesem Jahr schon sehr motivierend sind doch dabei zu bleiben.

Aber jetzt bring ich erst mal den Transfer über die Bühne und hoffe, bald wieder soweit eingerichtet zu sein, dass ich mich wieder meinen Hobbys zuwenden kann.

Montag, 21. September 2015

Boltuma

Geschafft! :-)

Wie üblich hab ich erst ein paar Tage herum gestrickt, bis ich die wirklich zündende Idee hatte. So hab ich eigentlich erst am Freitag richtig gestartet und, getrieben vom Zeitdruck, fünf Turbo-Stricktage eingelegt.
Die Kanten sind nicht mi I-Cord, sondern angestricktem und umgenähten Streifen versäubert und als Verschluss hab ich einen Zweiwege-Reissverschluss eingenäht.



Ein herrlich warmer Mantel, der mir nicht nur den Körper sondern auch die Beine wärmt.
Die Tulpe stammt von dieser Anleitung (Ravelry Kaufanleitung), allerdings nur die Zahlen für die Patches. Bis an einen Minirest von ca. 15g, ist die ganze handgesponnene Wolle komplett verstrickt.

Der Mantel wird mit anderen Strickwerken aus Bündner Oberländer Wolle an der Widderschau 2015 (Schweiz) ausgestellt, um den Besuchern zu zeigen, wie vielseitig diese Schafe und wie schön deren Wolle ist. Ich freu mich, dass ich damit ein Stückchen dazu beitragen darf, zu zeigen, dass es durchaus auch hier in der Schweiz tolle Schafwolle gibt.

Auch wenn meine Fotos nicht hitverdächtig sind, die Sonne ist leider bereits zu flach für gutes Licht, so bin ich doch sehr gespannt, wie euch mein BündnerOberLänderTulpenMantel gefällt.

Samstag, 19. September 2015

Häsch d'Ufzgi gmacht?

Jo, han i! :-)))))
Übersetzung für die Nichtschweizer: Hast du die Hausaufgaben gemacht? Ja, hab ich.

Jaja, Rita, unsere liebe und tolle Spinnlehrerin sowie Spinntreffen-Organisatorin erwischt uns jedes Jahr aufs Neue. Und wir Deppen sagen auch noch freiwillig ja, dass sie uns Hausaufgaben gibt. Diese wird als Jahresaufgabe bezeichnet, wobei dieses Jahr nur 8 Monate lang ist. Kein Wunder ist der Termin immer so plötzlich da und versetzt uns alle in grosse Aufregung wenn wir ein Treffen vorher daran erinnert werden. ;-))

Haaa, ich bin diesmal sogar frühzeitig fertig. :-P Zumindest versponnen hab ich das Material.


165g/368m

Wir bekommen die 8-Monate-Jahres-Aufgabe in einer Tüte, die diesmal mit Alpaka in Schwarz und Weiss sowie einem Stück gemischten Kammzug aus Polwarth/Kaschmir/Seide gefüllt war.



Eigentlich wär diesmal erlaubt gewesen auch noch weitere Fasern dazu zu nehmen, es durfte nach Lust und Laune kardiert, gemischt, gesponnen und verzwirnt werden. Da die Basis aus dem von mir nicht so wirklich geliebtem Alpaka besteht, hatte ich nicht wirklich Lust, noch gross was beizumischen.
Die doch sehr unterschiedlich langen Fasern hab ich auf dem Kardierbrett zu Röllchen gedreht



und dann im langen Auszug versponnen.
Um doch etwas mehr als ein knappes Strängelchen heraus zu bekommen, hab ich ein hier schon lange herum liegendes Knäuel Merino-Lace (600m/100g) zum verzwirnen hergenommen. Und weil ich Spiralzwirne nicht wirklich mag, liess ich es auch durchs Rad laufen, damit es den gleichen Drall kriegt.



Die beiden Spulen hab ich auf dem E-Spinner vereint



und was ein Zufall, mein angefangenes Lace-Knäuel hat perfekt gereicht. Glück gehabt, ich habs nämlich nicht mal gewogen vorher. Man könnte es auch zugefallene Punktlandung nennen. *lach*

Ob ich die Strange verstricke, weiss ich allerdings noch nicht. Mal sehen, ob mir was Brauchbares dafür einfällt. Ich mag Alpaka nicht nur von der Haptik her nicht wirklich, nein ich verstricke es auch höchst ungern. Aber i ha mini Ufzgi gmacht! Nun kann ich entspannt dem nächsten Spinntreffen entgegen sehen. Jetzt fehlt noch das Finish am Bünder Oberländer Projekt und dann bin ich wirklich entspannt und stressfrei - zumindest im Wollbereich.

Mittwoch, 9. September 2015

Kurze Verschnaufspause...

...hatte ich, als die fertigen Strangen nach ihrem Entspannungsbad am trocknen waren. Nervöses Däumchendrehen, denn planen oder gar ein Modell entwerfen geht ohne MaPro nicht wirklich.


Bündner Oberländer Wolle gewürzt mit wenig Seide in Schwarz ~1000g/ 1776m

Dann wollten die Strangen ja auch noch erst ausgezählt, gewogen und geknipst werden.


sorry, viel zu hell, da an der prallen Sonne geknipst

In Anbetracht der nicht einfachen Spinnerei hab ich glaub für mich einen neuen Rekord aufgestellt. *lach* Denn mit spinnen konnt ich erst am Mittwoch so richtig loslegen



und war dann Montag Morgen endlich fertig mit meinen Singles. Deshalb auch kein wirklich berauschendes Spulenbild. Denn logischerweise ging ich sogleich ans zwirnen und habs durchgezogen bis irgendwann Nachts.



Nun ja, der nächste Morgen war da schon näher als der vorhergehende Abend. Gestern dann noch die Strangen gewickelt und ins Entspannungsbad gelegt. Am späten Nachmittag war dieses ausgekühlt, also spülen, schwingen, an die Wand kloppen und aufhängen. Was bin ich froh, ist die Heizperiode los gegangen, so trocknen sie wenigstens einigermassen schnell.



Ich hätt mir ja nie träumen lassen, dass diese süssen Schafe mich so dermassen unter Druck setzen... Während ihr das hier lest, hab ich sicher schon geknäuelt und hoffe, weiter zu sein als erst an der MaPro. Der CountDown läuft, mein Hals fühlt sich etwas eng an, denn mein Teil muss noch vor Ende Monat fertig sein.
Nun hoff ich einfach, dass mir alles auf Anhieb gelingt. Viel Luft für Ribbelaktionen hab ich nicht.

Bin dann mal am stricken...

Sonntag, 30. August 2015

Im gestreckten Galopp...

...gehts endlich weiter mit den Bündner Oberländern. Nein, natürlich müssen nicht die Schäfchen galoppieren ;-)


Mocca mit ihren Zwillingen

sondern ich mit der Wolle. Nachdem mir das Leben derzeit andauernd Hindernisse dazwischen wirft, nicht nur der Rücken, nein Blogger war auch noch der Meinung die Bilder von meinem Blog verschwinden lassen zu müssen, mein Auto macht keinen Wank mehr, usw. bin ich nun endlich dazu gekommen die Batts spinnfertig zu machen. *lufthol*



Nicht ganz einfach mit den vielen unterschiedlichen Stapellängen.



Nun denn, ich muss mich ranhalten, denn das Projekt hat eine Deadline, die einen Monat früher ist, als mein anscheinend schon altersschwaches Hirn gespeichert hatte.



Auch das spinnen geht nicht so leicht, wie ich mir das dachte. Ergo werd ich wohl längere Tage inkl. halbe Nächte investieren, damit mir zum Stricken die Zeit nicht noch knapper wird.

Nun denn, ist ja nur ein Kilo Wolle und höllisch heisses Sommerwetter haben wir auch wieder. Ich bin auch gar nicht angespannt, also ideale Voraussetzungen. *hysterischlach*

Sonntag, 9. August 2015

Bündner Oberländer

Ich darf Schweizer Wolle verarbeiten, genauer Bündner Oberländer. Das, laut VEB (Verein zur Erhaltung des Bünder Oberländerschafes) Schaf für Individualisten, na wenn das nicht zu mir passt? ;-))


Sind sie nicht hübsch? ♥

Nun ja, Schafe halten möcht ich ehrlicherweise nicht wirklich, aber die Wolle dieser schönen Schafe mag ich schon jetzt, noch bevor ich sie wirklich verarbeitet habe, sehr.

Bereits aussortiert, gewaschen und kardiert von tirabarba ♥ konnt ich mich direkt aufs Färben stürzen. Eigentlich hätt ich gerne eine natürliche Färbung gemacht, aber der diesjährige Sommer ist sehr geizig mit Regenwasser. So war ich froh, wengistens so viel zusammen zu bekommen, dass es für Säurefärbungen in meinen beiden Färbetöpfen gereicht hat.


Färbungen mit Säurefarben

Ich hab alle braunen und hell- bis dunkelbeigen Vliese in verschiedenen Rottönen gefärbt und bin begeistert, wie toll sich die Fasern färben lassen. Irre, auch das dunkelbraune, nein ist nicht die Violettfärbung ;-) wurde richtig schön rot.


Naturgraue Töne

Diese Vliese belass ich in ihrer Natürlichkeit, diese Grautöne sind zu schön. ♥

Die ganze Wolle hab ich bereits auf meinem Kardierer zu Vor-Batts kardiert, die nun darauf warten zu gemischten bunten Batts gekurbelt zu werden *freu* - wenn denn mal die Temperaturen nicht mehr so höllisch hoch sind...

Freitag, 17. Juli 2015

Prásinos

Stranguliert und ausgezählt :-)


975g/1875m

Vorgestern bis abends gezwirnt (deshalb nur Kunstlichtbild) und



gestern Morgen früh ins Entspannungsbad gegeben, nach dem spülen geschwungen, dacht ich mittags Fotos machen zu können. Denkste, die waren immer noch feucht die Dinger...Irgendwie war mir gar nicht bewusst, wie lange die Strangen brauchen zum trocknen, da ich meist abends das Entspannungsbad mach und sie so über Nacht trocknen können. *lach* So erfolgte auch diesmal das auszählen, wiegen und knipsen erst am nächsten Morgen.

Die erste Strange hab ich von den zweierlei Arten Batts im Wechsel gesponnen, was zu extrem neonfarbigen Abschnitten geführt hat. Ich mag aber neon so gar nicht *schüttel* und gegen Gelb hab ich auch ne ziemlich grosse Aversion.


253g/527m

Sieht zwar so als Strange sicher toll aus, aber ich weiss, dass mir das verstrickt nicht gefallen wird. Deshalb hab ich dann für die andern drei Strangen je einen Streifen aufeinander gehalten und so versponnen.


722g/1330m

Das ergab viel schönere Mischtöne, die einerseits das Neongelb und -grün abmilderten und andererseits genau den Grünton, welchen ich wollte. Was bin ich froh, hab ich so viel kardiert, so werden mir von der Menge her die drei Strangen reichen für ein Oberteil. *freu* Damit hab ich ein, eigentlich als Reserve gedachtes, weiteres Etappenziel erreicht.

Derzeit bin ich an der zweiten Spule Sommerfeuer



Also bereits auch die Hälfte versponnen. Ich werd wohl vor Tour-Ende ins Ziel einlaufen... *kicher*

Prásinos bedeutet laut Gockel auf griechisch grün. Grün ist die Hoffnung und die können die Griechen wirklich brauchen. Ich wünsche diesem Volk echt mal eine längere Zeit ohne Unterjochung einer Militärdiktatur, korrupter Regierung und/oder fieser Finanzpolitik.

Sonntag, 28. Juni 2015

Sommerliches Fasergewerkel

Schon lange möcht ich Baumwollkardenband färben und bin, aufgrund meiner Erfahrung im Färben von Baumwollgarnen recht unbekümmert an die Färberei rangegangen. Da ich noch einiges an EMO-Farben hier habe und sie kenne, hab ich diese auch für die Faserfärberei hergenommen.



Drei mal ca. 200g Baumwolle wollt ich färben, was einiges an Beschwörungsformeln brauchte, denn die Farbe bzw. die Fasern haben rumgezickt. So musste ich alle zweimal im Färbetopf versenken, aber nun sind sie bunt, hähä!



Mittlerweile sind hier auch die richtigen, nämlich sehr feinen Karden für Baumwolle eingezogen. Phuuuuuh, das hantieren damit ist ganz anders. Die ersten Teströllchen sind nicht so wirklich toll geworden. Bis ich die drei Bälle alle zu Punis gerollt habe, bin ich aber sicher Meister im Handling mit den Baumwollkarden. *gacker*

Als ich mit dieser Baumwoll-Färberei starten wollte, war eigentlich alles da - bis auf genügend Salz... da hab ich aus lauter Frust meine Kisten mit pflanzlichen Fasern durchforstet und eine spontane Kurbelaktion gestartet.



Ein ganz anderes arbeiten! Leinen und Hanf muss direkt auf die grosse Trommel gegeben werden, sonst hängt nämlich alles an der kleinen. Mein Kardenband ungebleichtes Leinen ist echt gut, die Fasern sind seeeehr lang, zum Glück aber doch noch kürzer als der Trommelumfang. Die Hanffasern sind etwa halb so lang, aber zumindest gleich lang wie die der Maulbeerseide, die ich noch dazu gemischt habe. Das ganze wieder von der Trommel zu bekommen war allerdings auch leicht knifflig.



Es gibt auch eher Fladen als Batts *lach* und das Spinnen meiner Mischung erfordert viel Vorarbeit. Ohne vorziehen geht nämlich gar nichts. Die erste Spule hab ich nun aber doch bereits voll. *freu* Den Rest meiner ca. 600g muss ich allerdings bis zum Start der Tour de Fleece auch geschafft haben, weil dafür die Spulen ja leer sein müssen.



Am Freitag hatten wir auch endlich wieder Spinntreffen im Arenenberg und es war so herrlich! Wir konnten draussen sitzen, die Mücken hielten sich anständig zurück und wir sassen wirklich draussen bis es definitiv zu dunkel war zum spinnen.



Den wunderbaren Sonnenuntergang hab ich blöderweise nicht festgehalten, könnt ihr aber bei Rita sehen. Es war die späteste Dämmerung dieses Jahr, welche mich auch auf der Heimreise auf fasznierende Weise weiter begleitete. Irgendwie irre mit Scheinwerfer durch die Gegend zu fahren und dabei im Westen immer noch diese Helligkeit zu sehen.

Ich bin gerade sehr glücklich, dass ich nun endlich die klassischen Sommerfasern spinntechnisch und auch noch in der passenden Jahreszeit anpacken kann. Und wie verbindet ihr euer Hobby mit der Jahreszeit?