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Montag, 21. September 2015

Boltuma

Geschafft! :-)

Wie üblich hab ich erst ein paar Tage herum gestrickt, bis ich die wirklich zündende Idee hatte. So hab ich eigentlich erst am Freitag richtig gestartet und, getrieben vom Zeitdruck, fünf Turbo-Stricktage eingelegt.
Die Kanten sind nicht mi I-Cord, sondern angestricktem und umgenähten Streifen versäubert und als Verschluss hab ich einen Zweiwege-Reissverschluss eingenäht.



Ein herrlich warmer Mantel, der mir nicht nur den Körper sondern auch die Beine wärmt.
Die Tulpe stammt von dieser Anleitung (Ravelry Kaufanleitung), allerdings nur die Zahlen für die Patches. Bis an einen Minirest von ca. 15g, ist die ganze handgesponnene Wolle komplett verstrickt.

Der Mantel wird mit anderen Strickwerken aus Bündner Oberländer Wolle an der Widderschau 2015 (Schweiz) ausgestellt, um den Besuchern zu zeigen, wie vielseitig diese Schafe und wie schön deren Wolle ist. Ich freu mich, dass ich damit ein Stückchen dazu beitragen darf, zu zeigen, dass es durchaus auch hier in der Schweiz tolle Schafwolle gibt.

Auch wenn meine Fotos nicht hitverdächtig sind, die Sonne ist leider bereits zu flach für gutes Licht, so bin ich doch sehr gespannt, wie euch mein BündnerOberLänderTulpenMantel gefällt.

Mittwoch, 9. September 2015

Kurze Verschnaufspause...

...hatte ich, als die fertigen Strangen nach ihrem Entspannungsbad am trocknen waren. Nervöses Däumchendrehen, denn planen oder gar ein Modell entwerfen geht ohne MaPro nicht wirklich.


Bündner Oberländer Wolle gewürzt mit wenig Seide in Schwarz ~1000g/ 1776m

Dann wollten die Strangen ja auch noch erst ausgezählt, gewogen und geknipst werden.


sorry, viel zu hell, da an der prallen Sonne geknipst

In Anbetracht der nicht einfachen Spinnerei hab ich glaub für mich einen neuen Rekord aufgestellt. *lach* Denn mit spinnen konnt ich erst am Mittwoch so richtig loslegen



und war dann Montag Morgen endlich fertig mit meinen Singles. Deshalb auch kein wirklich berauschendes Spulenbild. Denn logischerweise ging ich sogleich ans zwirnen und habs durchgezogen bis irgendwann Nachts.



Nun ja, der nächste Morgen war da schon näher als der vorhergehende Abend. Gestern dann noch die Strangen gewickelt und ins Entspannungsbad gelegt. Am späten Nachmittag war dieses ausgekühlt, also spülen, schwingen, an die Wand kloppen und aufhängen. Was bin ich froh, ist die Heizperiode los gegangen, so trocknen sie wenigstens einigermassen schnell.



Ich hätt mir ja nie träumen lassen, dass diese süssen Schafe mich so dermassen unter Druck setzen... Während ihr das hier lest, hab ich sicher schon geknäuelt und hoffe, weiter zu sein als erst an der MaPro. Der CountDown läuft, mein Hals fühlt sich etwas eng an, denn mein Teil muss noch vor Ende Monat fertig sein.
Nun hoff ich einfach, dass mir alles auf Anhieb gelingt. Viel Luft für Ribbelaktionen hab ich nicht.

Bin dann mal am stricken...

Sonntag, 30. August 2015

Im gestreckten Galopp...

...gehts endlich weiter mit den Bündner Oberländern. Nein, natürlich müssen nicht die Schäfchen galoppieren ;-)


Mocca mit ihren Zwillingen

sondern ich mit der Wolle. Nachdem mir das Leben derzeit andauernd Hindernisse dazwischen wirft, nicht nur der Rücken, nein Blogger war auch noch der Meinung die Bilder von meinem Blog verschwinden lassen zu müssen, mein Auto macht keinen Wank mehr, usw. bin ich nun endlich dazu gekommen die Batts spinnfertig zu machen. *lufthol*



Nicht ganz einfach mit den vielen unterschiedlichen Stapellängen.



Nun denn, ich muss mich ranhalten, denn das Projekt hat eine Deadline, die einen Monat früher ist, als mein anscheinend schon altersschwaches Hirn gespeichert hatte.



Auch das spinnen geht nicht so leicht, wie ich mir das dachte. Ergo werd ich wohl längere Tage inkl. halbe Nächte investieren, damit mir zum Stricken die Zeit nicht noch knapper wird.

Nun denn, ist ja nur ein Kilo Wolle und höllisch heisses Sommerwetter haben wir auch wieder. Ich bin auch gar nicht angespannt, also ideale Voraussetzungen. *hysterischlach*

Sonntag, 9. August 2015

Bündner Oberländer

Ich darf Schweizer Wolle verarbeiten, genauer Bündner Oberländer. Das, laut VEB (Verein zur Erhaltung des Bünder Oberländerschafes) Schaf für Individualisten, na wenn das nicht zu mir passt? ;-))


Sind sie nicht hübsch? ♥

Nun ja, Schafe halten möcht ich ehrlicherweise nicht wirklich, aber die Wolle dieser schönen Schafe mag ich schon jetzt, noch bevor ich sie wirklich verarbeitet habe, sehr.

Bereits aussortiert, gewaschen und kardiert von tirabarba ♥ konnt ich mich direkt aufs Färben stürzen. Eigentlich hätt ich gerne eine natürliche Färbung gemacht, aber der diesjährige Sommer ist sehr geizig mit Regenwasser. So war ich froh, wengistens so viel zusammen zu bekommen, dass es für Säurefärbungen in meinen beiden Färbetöpfen gereicht hat.


Färbungen mit Säurefarben

Ich hab alle braunen und hell- bis dunkelbeigen Vliese in verschiedenen Rottönen gefärbt und bin begeistert, wie toll sich die Fasern färben lassen. Irre, auch das dunkelbraune, nein ist nicht die Violettfärbung ;-) wurde richtig schön rot.


Naturgraue Töne

Diese Vliese belass ich in ihrer Natürlichkeit, diese Grautöne sind zu schön. ♥

Die ganze Wolle hab ich bereits auf meinem Kardierer zu Vor-Batts kardiert, die nun darauf warten zu gemischten bunten Batts gekurbelt zu werden *freu* - wenn denn mal die Temperaturen nicht mehr so höllisch hoch sind...