Samstag, 20. September 2014

Baustellen...

Ja, ich bin immer noch schwer beschäftigt. Aber wie sagt man doch? Genau, gut Ding will Weile haben. Und damit mir die Geduld bzw. die Ausdauer nicht verloren gehen, nehm ich fast jeden Tag auch Wolliges in die Finger.

Für ein noch nicht ausgereiftes Strickprojekt fehlt mir noch die eine und andere Farbe. Deshalb versenk ich immer mal wieder ein Stück Kammzug im Farbtopf


Polwarth, Southdwon und deutsche Merino, gefärbt mit Sewo

um Futter für die Kardiermaschine zu haben.
Kardiere Batts


Mix aus Polwarth, Kaschmir, Southdown und Merino

die ich dann verspinne.


142g/372m

Farblich nicht ganz so geworden, wie gedacht, wollte eigentlich ein helleres Grün. Aber egal, etwas zu dick ist's auch noch geraten. Wird trotzdem irgendwo passen...

Und ja klar, auch in der Werkstatt bin ich weiter dran.
Ein weiterer Meilenstein ist geschafft, der Boden ist drin! *jubel*



Jetzt fehlen noch die Randleisten, welche wir gestern noch geholt und auf abenteuerliche Weise transportiert, aber noch nicht montiert haben. Was freu ich mich auf den Tag, wo ich endlich einrichten und die letzten Kisten auspacken kann. Langweilig wird mir sicher nicht. Baustellen, wohin ich auch schau... *lach*

Sonntag, 14. September 2014

Werkstatt-Metamorphose Teil 2

Gestern endlich hab ich den letzten Pinselstrich geschafft und damit die Malerarbeiten beendet. *freu*



Was bin ich froh, an mir ist ganz sicher kein Maler verloren gegangen, das ist so gar nicht meins. Aber nun ist es geschafft und die Malerwerkzeuge müssen wieder in ihr dunkles Verlies zurück. Das ewige rauf und runter mit der Leiter hat somit ein Ende, ihr müsst jetzt wieder selber für schönes Wetter sorgen. :-P

Jetzt gehts in die andere Richtung. Mann, warum ist der Boden nur so tief unten? Und warum hat die Natur unsere Knie nicht mit Fettpolstern ausgestattet? Das Auslegen der Trittschallbremse war ja noch einfach, abgesehen vom Umstand, dass das Zeug recht verzogen ist. Aber egal, das legt sich dann schon irgendwie flach - hoffen wir zumindest.



Die Klick-Laminat-Elemente passen natürlich nicht perfekt in den Raum, auch müssen die Verbindungsstellen versetzt gelegt werden. Damit das Ablängen einfacher hinhaut, haben wir uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt: Spielzeug für den Mann, welches (wichtig!) auch für weniger kräftige Frauenarme benutzbar ist.



Nach dem einrichten dieses Arbeitsplatzes brauchten wir dann allerdings noch einiges an Zeit, bis uns klar war, in welcher Ecke wir beginnen müssen. Einfach irgendwo anfangen klappt nämlich, wie wir nun wissen *gg* nicht, weil das Klicksystem nur in eine Richtung wirklich funzt. War ja klar, dass es die doofste Ecke ist, die auch gleich noch andere Herauforderungen bot.



Haben wir aber hingekriegt und dabei viel gelacht. Denn ohne einen Fehlversuch ging das natürlich nicht ab, trotz der vielen Diskussionen und Abwägungen wie rum abmessen, wo absägen und überhaupt und sowieso...



So sind wir heut nicht besonders weit gekommen, aber der Anfang ist gemacht und bis der Raum komplett ausgelegt ist, wissen wir dann sicher auch wie man es am rationellsten macht. *lach*

Ihr habt noch gefragt, ob ich in diesem Raum warm genug habe. Aber ja doch!



Orion wird meinen Raum wärmen. Und falls ich damit nicht zurecht komme, haben wir auch noch eine andere Lösung in petto.

Aber bis dahin haben wir noch einiges zu tun, neben dem Boden fehlt auch noch ein Stück Wand und eine Tür... Ihr dürft euch auf weitere Bildchen in nächster Zeit freuen. ;-)

Donnerstag, 11. September 2014

Von Schafen und anderen Kleinigkeiten

Auch ich konnte dem Charme von Karins Schafen nicht widerstehen



Weil sie Herdentiere sind und deshalb alleine gehalten sehr traurig würden, sind hier zwei einzogen.

Ganz süss auch die unerwartete Beilage:



Danke Karin! Schaut mal in ihren Blog, sie erschafft wunderbare Glaskostbarkeiten, die sie bis ins Detail total schön ausarbeitet.

Ihr Maschi hat mich daran erinnert, dass ich schon länger Nachschub für meine verlorenen (die sind noch schlimmer als Scheren und Massbänder) oder kapput gegangenen brauche. Also hab ich mal wieder gesucht (Umziehen ist echt doof) bis ich das Material und Werkzeug fand und hab gestern "knüüblet". Gibts eigentlich einen schriftdeutschen Ausdruck für solche Art von Abeit? Ich mein, wo man fast eine Uhrmacherlupe braucht und sich dabei die Finger verknotet?



Nun hab ich wieder genug Maschis :-)



auch solche in ganz klein und fein für ganz dünne Garne und Stricknadeln.
Das Gefummel mit Quetsch- und Stülpperlen ist so gar nicht meins. Wie macht ihr das bei euren Maschis?

Dienstag, 9. September 2014

Amethyst

Während der Malerei, wo ich vom Decke malen fast die Genickstarre bekam, war das Spinnen ideal um meinem "Gnagi" eine Gegensteuer zu bieten. Und tatsächlich, ich hab bis jetzt keine Probleme gehabt. Kein Muskelkater, keine Verspannungen, nix ausser Müdigkeit.
Die Hälfte der Wollmatraze ist verwandelt. :-)



Jeden der verschiedenen lila Farbtöne hab ich einzeln gesponnen



und mich dann entschieden, je zwei miteinander zu verzwirnen. Dabei hab ich je einen helleren und einen dunkleren kombiniert.
Die Garne sind farblich sehr ähnlich, aber trotzdem verschieden.



Da mir auf zwei Spulen relativ viel Reste blieben, hab ich diese zwei (witzigerweise waren's auch ein heller und ein dunkler) auch noch miteinander verzwirnt.


523g/1537m

Die totale Lauflänge müsste eigentlich für ein Oberteil reichen, zumindest für die Idee, die mir im Kopf rumschwirrt...

Wisst ihr eigentlich warum seit letztem Wochenende so schönes Wetter ist?
Ich bin schuld! *gg*
Denn ich stieg letzte Woche zwei Tage lang wieder dauernd auf die Leiter. ;-)



Den zweiten Anstrich von Wänden und Decke hab ich geschafft und bin nun an den Fenstern dran. *örks* Zugegeben, ich muss mich echt dazu aufraffen, wirklich Spass machts mir nicht. Aber damit aus den Bildern im Kopf Realität wird, muss ich dran bleiben...

Wie ist das bei euch, renoviert ihr gerne? Liebt ihr es mit Farbkesseln und Rollern zu hantieren? Oder macht ihr sowas, wenn überhaupt, wie ich auch nur um des Ergebnis willens?

Donnerstag, 4. September 2014

Buntstreifenhörnchen

Ja tatsächlich, ich hab mal wieder was fertig gebracht. :-)



Die steingraue Wolle, schon ewig lange gesponnen, war eigentlich schon verstrickt. Das war aber so floppmässig, dass ich alles wieder aufribbelte, die Wolle stranguliert und gewaschen habe. Denn mein bunter Farbverlauf, den ich beinahe beim umziehen entsorgt hätte, rief mir plötzlich zu, was er werden will.



Mein Wollkuchen war natürlich kein Schal, trag ich nicht und stricken schon gar nicht, sondern die schön aufgerollten Streifen. ;-)



Gestrickt hatte ich diese fast schneller als danach die Dinger zusammen gefügt. Ich wollte nicht das 3-Nadelabketten machen, weil dadurch die Sichtnaht auf eine Seite kippt statt schön mittig in den Streifen zu liegen.

Deshalb hab ich ein bisschen herum gepröbelt und letztlich die Naht mit Kettmaschen gemacht. Dafür häkel ich zuerst an einer Kante in die Randmaschen eine Reihe Kettmaschen. Danach folgt eine zweite Kettmaschenreihe, welche ich durch diese Kettmaschen und dann durch die Randmasche (von vorn nach hinten) am nächsten Streifen, der daran kommen soll, häkle. Der Faden ist also hinten am anzusetzenden Streifen. Die erste Kettmaschenreihe kommt so an den angesetzten Streifen liegen, die neue legt sich am ersten an.



I-Cord wollte mir mit dieser Wolle nicht schön gelingen, deshalb hab ich die Randmasche an der Kante, wie bei allen Streifen, am Ende links abgehoben und am Anfang re gestrickt. Zum Schluss auch hier mit Kettmaschen gearbeitet und so eine Pseudo-I-Cord gestaltet, indem ich in die Randmaschen eine Kettmaschenreihe häkelte, dabei aber hinten eine lange Rundnadel mitlaufen liess und beim holen der Maschen einen Umschlag auf diese legte. Das ergibt letztendlich gleich viele Umschläge wie Kettmaschen, welche man danach wie Kettmaschen abhäkeln kann und somit vorn und hinten dasselbe Bild erhält.

Eigentlich hatte ich für die Jacke eine Anleitung. Aber wie das nun mal so ist bei mir, meine Hände gingen ihre eigenen Wege. Nicht nur die MaPro hat nicht gepasst, nein, ich wollt auch nicht ein simples rechteckiges Ding stricken. Mein Buntstreifenhörnchen hat Schulterschrägung, die Ärmel eine schön geformte Naht und oben eine leichte Armkugelrundung und die Streifen hab ich unten weiter gestrickt, damit die Glocken auch zum Wirken kommen. Mein Kragen ist mit verkürzten Reihen als richtiger Schalkragen geformt, was heisst, dass er in der Mitte hinten auch breiter ist als der Streifen, der als Unter- und Übertritt dient.

Von der steingrauen Wolle hab ich nur noch ein Reststück von ca. 1.50m, ich hab also arg gezittert zum Schluss, obs wirklich reicht. Insgesamt wiegt die Jacke nur 861g, obwohl sie total weit ist. Gestrickt mit Nadel Nr. 4.5, ist sie gar nicht so dick wie sie scheint, sondern so richtig angenehm leicht, kuschlig und warm.


die Endstücke aller vernähten Fäden, ca. 10g

Leider hab ich keine bessern Fotos hingekriegt. Übers Wetter und die dementsprechenden Lichtverhältnisse ist genug geschrieben worden. Colette (Schaufensterpuppe) bewacht das Lager in der Werkstatt, ist also unerreichbar, mein Fotograf kommt erst heim, wenns schon dunkelt und mein Spiegel ist auch nicht hitverdächtig. Trotzdem, damit ihr doch noch sehen könnt wie die Jacke getragen wirkt, hier noch ein Bildchen



aufgenommen in meinem halbblinden Spiegel. Obs je bessere Bilder gibt, kann ich nicht versprechen. Das hängt davon ab, ob ich den Fernauslöser in absehbarer Zeit wieder finde...

Zum Schluss die zusammen gefassten Fakten:
Anleitung: Panel Jacket von Carol Lapin
Handgesponnene Wolle, total 1616m 861g
Nadel Nr. 4.5