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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Pawaway

Nach vielen Teststricks mit diversen Wollqualitäten gelang mir endlich der Start



der dann doch im Abfalleimer landete, weil mir ein Fehler fast am Ende der Reihe passiert ist. *zensiert* Einfach ein zwei Reihen aufribbeln geht gar nicht mit diesem Muster, schummeln war leider auch nicht möglich...Der Ehrgeiz hat den Frust aber überwunden und so hab ich das Ding wieder rausgefischt, eine Nacht lang draussen gelüftet, tapfer einen fast fertigen Mustersatz aufgeribbelt und die 333 Maschen wieder aufgesammelt.

Das Muster ist mir gleich bei Erscheinen ins Auge gestochen, die Idee, was ich damit stricke war fast gleichzeitig da, denn Tücher sind ja nach wie vor nicht so meins. Es hat viel Geduld und Ausdauer gekostet, aber mittlerweile wars schon fast egal, ich wollt ihn einfach fertig kriegen. Et Voilà :-)



Erstaunlich ist, wie elastisch das Gestricke trotz der eigentümlichen Methode ist und sich wirklich schon an die Körperrundungen legt.



Damit die Spitzen schön hängen und sich nicht hochkringeln hab ich erst eine glatt gestrickte gedoppelte Saumkante gemacht (offener Anschlag und umgeschlagen fesgestrickt).



Oben mit verkürzten Reihen das Zickzack begradigt und soviel dran gestrickt, dass ich genug Breite hatte, um damit einen Tunnel für den Gummi zu machen.



Locker mit Hexenstich festgenäht kracht sicher nix beim anziehen. ;-)



Mit insgesamt acht verschiedenen Farben, wovon bis auf die zwei ganz dunklen (Blauviolett und Schwarzrot) alle natürlich gefärbt sind (Cochenille, Krapp, Rotholz) hab ich die Farbwechsel ganz nach meinem Gusto gewählt.



Gestrickt mit Nadeln Nr.3 nach dem Muster Fox Paws hab ich geschätzt ca. 250g Material verbraucht (SoWo 420m/100g). Damit ist er wenigstens pflegeleichter als die Strickerei war.

Die Technik ist nicht wirklich schwierig, geht aber ziemlich arg in die Arme. Und auch wenn ich es mittlerweile auswendig kann, ob ich mir das nochmals antu, weiss ich nicht. Aber wie heisst es doch? Sag niemals nie. *gg*

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Bei Ankunft bunt

Gestern kam hier ein tolles und sehnlichst erwartetes Paket an :-)



In der Spinnernetz-Gruppe in Ravelry haben wir einen herrlichen Swap gemacht. Zwanzig Teilnehmer und jeder teilte je zwei bunte handgefärbte 100g-Kammzüge in 20 Portionen und schickte diese an die Organisatorin. Dort wurden diese Minikammzügelchen gleichmässig verteilt, sprich jeder bekam von jedem je eins in seine Schachtel und diese wurde dann wieder an uns zurück gesandt. Das ist viel Arbeit, lieben Dank dafür!

In meinem Spinn- und StrickzimmerWohnzimmer liegen nun all die bunten Fasern ♥



Ich kann nicht anders, muss immer wieder schauen gehen und neue Ideen kreieren, wie ich sie verspinnen könnte. Voll bunt, herrlich bunt, vielfarbig bunt, ach es macht einfach gute Laune :-)))

Schon die Vorbereitung hat Spass gemacht. Färben, Etiketten kreieren und die Kammzüge aufteilen, was gar nicht so einfach war, sind doch die Portiönchen letztendlich nur 5g schwerleicht.



Dann alle verzöpfeln und die Banderolen schneiden und drum rum wickeln.

Fotos von den ganze Kammzügen hab ich keine, dafür einen letzten Blick in das Paket, bevor es sich auf die Hinreise machte. ;-)



Mal schauen, wie ich diese Farbenpracht letztendlich verspinne...

Montag, 6. Oktober 2014

Reich beladen...

...bin ich vom Spinntreffen heimgekommen :-)

Von Regina bekam ich Locken und Milchseide, gefärbt mit Dahlien, geschenkt. ♥ Auch hier nochmals ein ganz grosses herzliches Danke! Ich liebe Orange, ich liebe diese feinen und schönen Wensleydale-Löckchen, dazu die passende Milchseide, ein perfektes Rundum-Überraschungs-Paket. ♥



Farbenfaden hat mir doch tatsächlich ihre tolle Pilzfärbung ♥ geschenkt! *freu* Danke, danke! ♥ Ich freu mich enorm drauf, sie mit anderen Pflanzenfärbungen zu verarbeiten. So schön, dass wir uns endlich real kennen gelernt haben. ♥

Die zwei Wuschels, sie nennen sich Mobbels, sie zwängen sich seit ihrer Ankunft bei mir, überall dazu. O_O


Shetland weiss & grau mit Tussa und Tencel ● Merino mit schwarzem und weissem Leinen

Mit den zwei grossen Wollbällen, die ich bei Michael Lauer am Wollschaf-Stand erbeutet habe, sind sie schon fast verwachsen. Nun ja, wenn man weiss, woher sie kommen, ist es verständlich und so lass ich sie gewähren.

Natürlich bin ich nicht ohne Spinnrad ans Treffen gefahren und hab mir auch extra noch Batts gekurbelt.


Mischung aus BFL, Southdown, Merino und Polwarth

Tatsächlich hab ich's, trotz vielem Geschnatter *gg* geschafft, fast alles zu verspinnen. *freu* Ein kleiner Rest kam zuhause noch auf die Spule und dann wurden die beiden gestern auch gleich noch miteinander verzwirnt und gebadet.


140g/392m

Spannend für mich: ich kann nun endlich auch in der Öffentlichkeit einigermassen entspannt spinnen, nur das gleichmässige verschieben des Hakens muss ich noch mehr in den Griff bekommen. *lach*

Ansonsten gibts heut nicht mehr viel von mir, das Wochenende mit den den langen Fahrten und den zu kurzen Nächten macht sich heut deutlich bemerkbar... *gääääääähn*

Donnerstag, 28. August 2014

Umleitungen sind nicht immer nur nervig

oder
Warum mein Auto meist eher einen landwirtschaftlichen Touch hat.

Letzthin war mal wieder der direkte Weg wegen Baustelle nicht möglich. Die Gelder für den Strassenbau müssen ja verbraten werden, weil sonst gibts nix mehr... Die Umleitung bedeutete einen ziemlichen Umweg, was mich normalerweise nervt. Aber diesmal hab ich mich letztendlich sogar darüber gefreut, denn wie ich so am fahren bin seh ich im Augenwinkel etwas, was mich veranlasste auf dem Rückweg denselben Umweg nochmals zu fahren, aber diesmal mit geplantem Zwischenhalt. Da war eine Wiese, voll mit Rainfarn, welchen ich natürlich pflücken musste. *gg*
Mein kleiner Flitzer ist eh immer als Minikombi umgebaut, sprich die Rückbank hochgeklappt. So kann ich solche Ernten einfach hinten rein legen.



Da ich in nächster Zeit wohl kaum zum färben komme, trockne ich meinen Schatz.



Über solche "Funde" freu ich mich immer ganz besonders. Denn damit zu färben ist ein ganz anderes Erlebnis als mit gekauften Färbedrogen. Auch wenn es bedeutet, dass mein Auto sehr oft voller Erde, Ameisen, Spinnen und ähnlichem ist. *lach* Der Rainfarn schützt übrigens jetzt mein neues Reich vor bösen Geistern. Was das für ein Reich ist, erzähl ich euch aber ein ander Mal.

Denn ich geh jetzt stricken



meine Stricklust ist wieder zurück! :-)

Mittwoch, 20. August 2014

..und wie viele Bücher?

In Anlehnung an die gestrige Wollschaf-Frage: wie siehts denn mit Büchern aus? Wieviele braucht ein Mensch davon?

Bei Büchern ist es für mich fast noch schwieriger zu widerstehen als bei Wolle. Insbesondere bei Fachbüchern, da hab ich eigentlich immer die Augen offen nach Neuerscheinungen und Antiquarien. Denn gerade solche mag ich doch am liebsten in meiner Muttersprache lesen, um auch wirklich alle Infos zu verstehen.

Und das Glück war mir wieder mal hold *freu*



Einen richtigen Schatz an Buch hab ich entdeckt und erwischt. Jetzt heissts erst mal am lesen, lernen und forschen, ob die Pilzchen überhaupt bei uns wachsen. *hoff*

Wie habt ihr es mit Büchern, insbesondere das Hobby betreffend?

Dienstag, 19. August 2014

Wieviel Wolle braucht der Mensch?

Eine Frage, die ich mir vor, während und nach dem Umzug wohl mehrere Male gestellt habe...

Wolle brauch ich im täglichen Leben Tag und Nacht. Jaja, ich trage nicht nur viel und gerne Wolle, sondern arbeite auch liebend gerne damit und nachts wärmt mich ein Wollduvet. Aber das wird wohl nicht das sein, was das Wollschaf wissen will. ;-)

Reichen ein paar Kisten?



Oder braucht's vielleicht doch eher ein Türmchen voll davon?



Oder gar einen ganzen Schrank?



So ganz unter uns: ich hab noch andere Depotstellen. *lach*
Auch wenn ich mich echt bemühe und praktisch keine Strickwolle mehr kauf, es wird trotzdem nur langsam weniger und der Schrank reicht natürlich bei weitem nicht aus. Da ich so gerne färbe, hab ich ein gewisses Mass an Strickwolle in Rohweiss, ganz zu schweigen von den Spinnfasern, die hier in diversen Aggregatszuständen lagern...und letztendlich auch Strickgarne werden und somit wieder den leer gestrickten Platz auffüllen.

Um die Frage doch noch zu beanworten: Brauchen tut man nicht wirklich viel. Aber es ist einfach schön spontan eine Idee starten starten zu können, ohne erst das passende Material suchen und kaufen zu müssen. Ich möchte aber im jetzt überschaubaren Rahmen bleiben und den sogar noch weiter reduzieren. Ganz ohne Druck, aber mit bisher viel Erfolg verführerischen Wollangeboten zu widerstehn. Deshalb ist mir eine etwas andere Frage viel wichtiger geworden:

Brauch ich diese Wolle unbedingt?

Wie handhabt ihr das? Kauft ihr nach dem Lustprinzip oder gar nur Projekt orientiert gerade das, was ihr braucht? Wieviel Wolle braucht ihr?

Samstag, 7. Juni 2014

Milch auf Zack

Schon länger fertig, nun endlich auch auf Reisen gegangen und angekommen :-)



Ein Zackenloop



gestrickt aus selbstgesponnener Milchseide die Regina mit Rotholz gefärbt hat.
Hat Spass gemacht und gefällt, ist aber überhaupt keine Farbe für mich, aber hoffentlich für die Empfängerin. Anleitung gibts hier. ;-)

Mittwoch, 28. Mai 2014

carmine purple not a drop

Ich konnt nicht warten... *gg*



War klar, oder? Das Garn kam natürlich gleich auf die Nadeln



und ist, leider *snief* schon fertig verstrickt.



Diese Materialmischung ist so schön, fühlt sich gut an und war einfach traumhaft zum verarbeiten vom spinnen bis zum stricken. Danke Regina ♥ für dieses tolle Geschenk. Deine Färbung ist nämlich auch noch eine meiner absolut liebsten Farbe.


180g/185x33cm
Hat total Spass gemacht den not a drop wieder mal zu stricken. :-) Und der ist und bleibt jetzt meins!

Mittwoch, 21. Mai 2014

Kradah

Der Tiefkühler muss leer werden, weshalb die letzten Dahlienblüten noch in den Färbetopf wanderten.



Nun ja, ich muss zugeben, diese Farben kommen nicht von Dahlien alleine. Vorher die Wolle wiegen wär wohl schlau gewesen, denn die Färbeergebnisse waren nicht das gewünschte Orange sondern Gelb in verschiedenen Stufen. Zu sehen auf, zugegeben schlechtem, Foto unten.



Deshalb hab ich mich fürs überfärben entschieden. Und da ich eh schon von Beginn an nicht wirklich planmässig und nach genauem Rezept vorgegangen bin hab ich gleich intuitiv weiter gemacht. *lach* In den Dahlienfarbsud kamen Krappwurzeln. Einmal auf rohweiss gefärbt, danach kamen die Dahlienfärbungen in den Topf. Nur eine Dahlienfärbung liess ich, wie sie war. Das Ergebnis freut mich sehr, ein Kilo BFL in diversen Orangetönen gefärbt mit Dahlien und Krapp (was abgekürzt und zusammengesetzt den Namen ergab) klassisch gebeizt mit Alaun.

Nein, die kommen jetzt nicht gleich aufs Rad, meine Finger müssen sich noch etwas erholen vom letzten Spinnmarathon. ;-)

Montag, 12. Mai 2014

Läuseglanz

Gewaschen und strahlend schön geworden :-)


50% BFL 25% Maulbeerseide 25% Kaseinfasern

Denn Kammzug hab ich in zwei Hälften aufgeteilt und mit dem Lendrum die Singles gesponnen.



Weil ich eine ganze Strange haben mochte, hab ich dann zum verzwirnen auf den eSpinner gewechselt.



Das Farbspiel im Entspannungsbad mit etwas Wollwaschmittel von Held war lustig. Das Wasser wurde Himbeersiruprot, die Wolle nahm einen rötlicheren Farbton an. Im letzten Spülwasser mit einem Schuss Essig kam die ursprüngliche Farbe wieder zurück.


180g/575m

Hach, ich liebe diese Farbe. ♥ Die Kamera aber mag die Farbe nicht, denn sie weigerte sich, diese real festzuhalten. *grrr* Was aber auch schwierig ist, denn in Natura ist es ein Aubergine, was aber je nach Blickwinkel und Lichteinfall changiert zwischen Violettstichig und dunklem warmem Bordeauxrot.

Samstag, 10. Mai 2014

Läuse und Blüten

Wundert ihr euch, dass es hier so ruhig ist? Nun, ist nicht so, dass ich nix am werkeln bin. Ganz im Gegenteil.



Ein wunderbarer Kammzug ♥ ist zu mir ins Haus geflattert, der unbedingt sofort aufs Lendrum wollte.
Eine Mischung aus BFL, Milchfasern und Seide, traumhaft zum spinnen.



Regina hat mir dieses Geschenk gemacht, ist natürlich gefärbt mit Kermeslaus. So eine schöne Farbe! ♥ Bin total verliebt.

Auch der rote Berg ist kleiner geworden.



Die Hälfte der Singles ist geschafft, die vierte Spule auf dem Arbeitstierchen hat auch schon etwa einen Viertel ihrer Menge drauf. Ich spinne jeden Tag mal mehr mal weniger dran, damit ich auch mal fertig werde. ;-)

Selber hab ich meine letzten Dahlienblüten in den Färbekessel gegeben. Kleine Vorschau von der Wolle, die noch zum Trocknen ausliegt.



Zuviel Wolle oder zu wenig Blüten, je nach dem wie man es sehen will, deshalb nicht Orange sondern Dottergelb geworden.
Mal sehen ob ein zweiter Zug mit weniger Wolle orangiger wird.

Samstag, 15. Februar 2014

Nicht gerade und nicht schief...

...einfach anders ist mein neuestes Pullöverchen geworden.

Das Teil hat mich einiges an Geduld gekostet. Denn nachdem ich schon fast alle Teile für einen schlichten Pullover gestrickt hatte, entschied ich mich um, weil mich die Muse aufs Heftigste geküsstgeknutscht hat. Also hab ich alles aufgeribbelt, neu berechnet und Neustart gemacht. Und wie's so geht, einmal ribbeln bringt das Ribbelmonster erst so richtig in Fahrt... Aber nun, allen Vor- und Rückwärts zum Trotz, er ist doch fertig geworden. :-)



Keine Kante ist glatt, sie laufen alle schräg und bilden Zacken. Ob Saum, Halsausschnitt oder Ärmelkante, keine ist gerade. Und das Ganze ist asymmetrisch konstruiert.



Verstrickt hab ich diese "Zauber"-Färbung, gedoppelt mit selber gefärbter Lotus Moon Night Lace.



Der Halsausschnitt am Rücken, natürlich auch mit Zacke. Hier kann man das feine Muster mit Verzopfungen besser erkennen, die Farbe stimmt leider nur annähernd. Blogger verschlimmbessert wieder die Fotos, sodass jeder Versuch, Bilder optimal zu formatieren sinnlos wird, was mich grad ziemlich nervt.

Die Fakten:
Eigenentwurf
Zitron Trekkin gedoppelt mit Lotus Moon Night Lace
gestrickt mit Nadeln Nr. 3.5
Totalgewicht 457g

Nun brauch ich glaub zur Entspannung eine ganz simple Strickerei. *lach* Was strickt ihr lieber? Kompliziert und mit viel Denkarbeit verbunden oder gerne schnell und ohne grosse Anstrengung?

Dienstag, 28. Januar 2014

Schwarzbuntes Grau

Eine weitere Färbung aus Fielers Buch, auch mit Galläpfeln. Laut Rezept hätte es Schwarz werden sollen. *lach*
Hab ich aber nicht ernsthaft erwartet, dafür gibts bessere Rezepte. Noch dazu war es recht aufwändig, braucht ich doch dafür Gelbholz, Krapp und Galläpfel, alles gemahlen. Da ich sicher sein möchte auch wirklich die Färbedrogen gekauft zu haben, kauf ich sie ungern in Pulverform. Was wiederum mörsern bedeutete. *schwitz*

In diesem Mix wird die ungebeizte Wolle gefärbt und danach mit Eisensulfat der Farbumschlag bewirkt.



Nun, Schwarz ist das nicht, sondern eine undefinierbare Farbe im Braun-Lila-Grau-Bereich (hintere Strange in Schneckenform). Nicht unschön und passt auch zu den andern Färbungen. Da die Herstellung der Flotte doch sehr arbeitsintensiv war, wollt ich sie nicht gleich wegschütten und hab noch eine ungebeizte Strange als zweiten Zug geköchelt. Mit dem Resultat ein schönes Dunkelgrau erhalten zu haben.



Und die passt perfekt in der Abstufung zu meinen grauen Strangen der letzten Färbung. *freu*
Vielleicht wärs besser den ersten Zug auch gleich mit dem Eisen in der Flotte zu färben? Mal sehen, ob ich das noch probiere. Die Wolle hat doch arg gelitten, da hier viel mehr Eisensulfat gebraucht wird. Sie fühlt sich grenzwertig knirschig an (insbesondere der erste Zug) also nicht unbedingt ein empfehlenswertes Rezept.

Da mir noch der eine und andere Farbton im Farbreigen für mein geplantes Strickprojekt fehlt, hab ich noch ein paar Strängelchen mit Sewo gefärbt.



Ja, diese Farben liessen sich fast alle auch natürlich färben. Aber ich hab nur noch wenige Strangen Zitron Trekking und möchte auch keine mehr kaufen. So war dies der einfachere Weg für mich.

Mein Farbreigen ist nun komplett:



Was aber nicht heisst, dass ich alle verwende oder nicht sogar noch die eine oder andere Farbe dazufärb. *kicher*
Fotografieren muss ich die auf jeden Fall nochmals, die Farben kommen leider nicht richtig raus, sind zu grell oder zu dunkel. Ich bemüh mich um ein besseres Bild, was ich dann, irgendwann mal, mit dem fertigen Projekt zeigen werde, versprochen.

Erst aber hab ich noch etwas anderes auf den Nadeln. War schon fast fertig, hat mir aber nicht gefallen und bekam deshalb einen Neustart. Und da ich es nicht mag, mehr als ein Strickwerk in Arbeit zu haben, muss der Farbreigen warten.

Freitag, 24. Januar 2014

Schattenspiele

Graufärbungen machen ja nun nicht wirklich Sinn, gibt es doch so viele schöne natürlich graue Wollfasern. Da ich aber gerade für ein neues Strickprojekt verschiedene Farben meiner natürlich gefärbten Zitron Trekking zusammenstelle und Grautöne wunderbar dazu passen würden, hab ich mal die Färbung mit Galläpfeln ausprobiert.



Gefärbt hab ich deshalb Zitron Trekking nach einem Rezept aus dem Buch Farben aus der Natur von Gretel Fieler.

Die Galläpfel werden nach dem ernten getrocknet, müssen aber für die Weiterverarbeitung gemahlen werden. Mangels Mühle, die dafür stark genug wäre, hab ich sie mit dem Mörser zerkleinert. Sie färben nicht wirklich Grau, die Farbe entsteht erst durch Zugabe von Eisensulfat.

Grau empfinden viele als Nichtfarbe, für mich aber gehört es genauso dazu. Denn auch das Leben ist nicht nur bunt. Die eigenen Schatten wahrnehmen, akzeptieren und nach Möglichkeit bearbeiten sind wichtige Prozesse auf dem Lebensweg. Denn auch sie sind Teil unseres Wesens und bringen uns integriert wesentlich weiter, als wenn man sie zu unterdrücken versucht.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Kleine gestreifte Laus

Lust zum Stricken ist wieder da, die direkt angestrickten Ärmel spukten immer noch im Kopf herum. Ein Blitzgedanke führte mich auf einen neuen Weg und wurde deshalb auch gleich umgesetzt.



Ein einfacher kurzer Alltagspullover, gestrickt aus mit Cochenilles gefärbter Zitron Trekking, die ich, um eine angenehmere Lauflänge zu erhalten, mit Lotus Moon Night Lace in Schwarz gedoppelt habe. Für solche Aktionen ist mir der Lauflängenrechner unheimlich hilfreich, geht doch die Rechnerei um ein Vielfaches schneller als von Hand zu berechnen.



Da ich mir nicht sicher war ob meine Cochenille-Strangen reichen, hab ich mich für feine schwarze Streifen (SoWo in Schwarz auch gedoppelt mit Noon Night Lace)entschieden. Nun, jetzt wo ich fertig bin, weiss ich, dass mein Material locker gereicht hätte, denn die kleine gestreifte Laus wiegt gerade mal 335g.



Armloch-Ärmel find ich ganz gut gelungen, bin aber nach wie vor nicht wirklich von dieser nahtlosen Strickerei von oben überzeugt. Die formgebenden und stabilisierenden Nähte fehlen mir. Umso mehr bin ich gespannt, wie der Pullover sich im Laufe der Zeit durchs Tragen verhält.



Konstruiert hab ich das Pullöverchen mit technischer Hilfe. Mit meinen festgesetzten Massen fürs fertige Teil und natürlich einer Maschenprobe hab ich erst den online-Strickteile-Berechner gefüttert, um die nötigen Grundangaben zu bekommen. Danach diese rudimentäre "Anleitung" aufgezeichnet in meinem Strickprogramm und optisch ausgebessert. Insbesondere die Armkugel bekam von mir eine viel weichere rundere Form. Ein erster Teststrick zeigte mir kleine Mängel, die ich dann in meinen Grafiken noch auskorrigiert habe.



So hab ich nun doch ein Top-down-Teil mit set-in-sleeve gestrickt, aber völlig anders konstruiert, eben mit einer schönen runden Armkugel. Ob ich nun ich da dran bleibe und weitere nahtlose Teile stricke, weiss ich noch nicht. Es hat, wie alles, seine Vor- und Nachteile.