Dienstag, 26. Mai 2015

Was tun mit den alten Dingern?

Ist ja schon Dienstag, die Feiertage bringen mich durcheinander *lach*
Ergo Tag für die Wollschaf-Frage:
Was machst Du mit alten Stricknadeln, die Du nicht mehr benutzt?
Für den Notfall aufheben, verschenken oder wegwerfen?
Oder gar zweckentfremden – und wenn ja, in welcher Weise?

Mein stetiger Prozess, meinen materiellen Bestand auf das Wesentliche zu reduzieren, ging auch am Strickwerkzeug nicht spurlos vorbei.
So hab ich fast meinen ganzen Bestand an alten Nadeln ins Brockenhaus gebracht.

Für die Nichtschweizer: Brockenhäuser sind privat geführte Verkaufshäuser mit gespendeten gebrauchten Waren aus Haushaltsauflösungen oder Aussortieraktionen von Kleidern über Haushaltswaren bis zu Möbeln. Neben rein geschäftlich geführten gibts auch solche, die Menschen, die sonst kaum mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben anstellen und der Erlös geht meist auch in eine Hilfsorganisation.

Deshalb hab ich für mich gedacht, da ich die Nadeln eh nie mehr benutze, bring ich sie in ein solch sozial geführtes Brockenhaus. Es wird sicher jemand glücklich sein günstig Stricknadeln ergattern zu können und indirekt tu ich damit auch noch was Gutes.

Einen Teil der Nadelspiele hab ich aber schon länger zweckentfremdet. Die finden ihren Einsatz beim modellieren mit Fimo und anderen Modelliermaterialien.



Die ganz dünnen 1.5mm Stahlnadeln hab ich sogar noch aufgestockt, denn die sind top um Fimoperlen im Backofen zu tragen.



Und die Jackennadeln sind auch noch hier. :-)))



Die brauch ich zwar selten, die ganz dicken kommen da noch ehesten zum Einsatz. Die üblichen Rundnadeln ab Gr. 8 sind nicht mehr wirklich angenehm im Gebrauch, weil sie zu kurz sind und damit der Übergang vom Seil zur Nadel zu schnell ansteigt, was mühsames Maschenschieben bedeutet, weshalb ich da die Jackennadeln noch bevorzuge. Aber ich strick ja auch nur alle Schaltjahre mit Baumstämmen, dafür reichen die alten Stricknadeln allemal.

Benutzt ihr noch alte Nadeln zum stricken?
Oder habt ihr noch kreativere Einsatzmöglichkeiten für eure alten Schätzchen gefunden?

Samstag, 23. Mai 2015

Sevenandone

Alles versponnen und verzwirnt :-)


1675m/920g

Farblich total schwer für meine Kamera zu erfassen, da ich hier überall im Haus nur Licht mit Gelbstich hab.
In der Nahaufnahme sind die Farben der Realität etwas näher.



Es ist dreifach verzwirnt und da das Garn extrem aufgebauscht ist, nun ein klasse Garn für was Warmes. Mal sehen, was aus dem Wöllchen wird. Ideen sind da, aber noch unklar, welche das Rennen macht. Leider hat ein Kammzug extrem ausgeblutet, das Entspannungsbad war dunkelgrün, worunter die Farbenvielfalt gelitten hat.

Ich weiss ja, dass handgesponnene Garne viel schwerer sind als die Industriegarne. Trotzdem, erschreckt ihr euch auch immer so, wenn ihr bei Handgesponnenem die Lauflänge auf 100g umrechnet?

Dienstag, 19. Mai 2015

Strickdiagramm oder Mustertext?

Das Wollschaf fragt heute:
Strickschrift oder das Muster reihenweise in Worten beschrieben – was ist Dir lieber und warum?
Gibt es ggf. bestimmte Arten von Strickschriften, die Du bevorzugst?
Was machst Du, wenn Dein Wunschmodell keine Strickschrift bzw. keine Beschreibung in Worten hat? Durchkämpfen, umändern oder ganz verzichten?

Ich bin ganz klar ein Verfechter von Charts, Diagrammen und vermasster Teileübersicht. Empind ich als einfacher und schneller erfassbar, was für mich wichtig ist während dem Stricken. Weil ein schneller Blick auf die Anleitung genügt um weiter zu machen - ohne dafür die Strickarbeit aus der Hand legen zu müssen.
Deshalb ziehe ich auch Musterbücher vor, wo die Strickmuster mit Diagrammen dargestellt werden.

Es nervt mich zugegebenermassen auch, wenn eine Anleitung für ein Teil weiss ich nicht wieviele Seiten umfasst, was mit Textanleitungen zwangsläufig der Fall ist. Verbraucht schliesslich auch um so mehr Papier, geht also, für mich, auch Richtung Verschwendung.

Für mich selber, stricke ja eher selten nach Anleitung, arbeite ich auch am liebsten mit Diagrammen. Sei es nun für Partien wie Armlöcher oder Halsausschnitte oder gleich das ganze Teil, ich zeichne mir mittlerweile ganz viel vorgängig am Compi mit meinem Strickmusterprogramm vor.



Wichtig ist aber auch, dass Mustercharts mit gängigen, sprich logischen Symbolen verfasst sind. Das berühmt berüchtigte Negativbeispiel Omas Strickgeheimnisse schreckt mich immer wieder ab, weil ich da erst selber ein Chart schreiben müsste und steht deshalb bei mir praktisch unbenutzt im Regal.

Kurz gesagt: nur Text schreckt mich ab und kann dazu führen, dass das Modell aus der Wahl fliegt. Es sei denn, es ist möglich mit nicht all zu grossem Zeitaufwand schnell selber ein Chart zu tippen.

Was ist euch lieber: Charts oder ausgeschriebener Text?
Welches davon könnt ihr leichter und schneller erfassen?