Mittwoch, 30. April 2014

Baby Alpaka Royal

Als ich diesen Kammzug an einem Spinntreffen anfasste, wars um mich geschehen. Sowas von butterweich ♥ unbeschreiblich!



Nein, das ist nicht der ganze Kammzug, sondern der Rest, den ich noch schnell geknipst habe, bevor auch der ins Rad lief.



Fein ausgesponnen hab ich ihn dann Navajo gezwirnt.


Najavozwirn

Das Garn hat einen irre schönen schweren Fall, ist seidig und glatt.


169g/400m

Wenn auch die Lauflänge nicht danach klingt, es hat Sockenwollstärke und ich freu mich jetzt schon auf's Verstricken dieses Traumgarnes.

Dienstag, 29. April 2014

Schrankhüter stricken?

Das Wollschaf, bzw. Nina fragt heute: Mich interessieren die Antworten zu folgender Frage, weil ich selber immer wieder Sachen dazwischen habe, die ich, obwohl sie gut gelungen sind, nicht so gerne oder eigentlich gar nicht tragen mag, und bei anderen sieht immer alles so toll aus. Also bitte, Hand aufs Herz und ganz ehrlich zu euch selber sein.

Wieviel Prozent von euren selbstgestrickten Sachen tragt ihr:
- sehr gern und oft
- nur selten
- leider nie

Und…habt ihr schon sehr viel geribbelt ?

weil es ja so ist wie im "richtigen" Kleiderschrank. Man wollte es haben, es ist auch gut geworden aber man zieht es trotzdem nicht an, oder der 47ste von 112 Schals wurde schon sehr lange nicht mehr getragen….


Gute Frage, die hab ich mir schon oft gestellt habe, wenn ich die vielen Tücher auf Blogs sehe. Werden die wirklich alle getragen oder haben diese Strickerinnen gar mehr als einen Hals? Jup, ich hatte auch mal so eine Phase - mit dem Ergebnis einer vollgestopften Tücher-Schublade. Da hab ich alle verschenkt, bis auf die zwei drei Teile, die ich auch wirklicht gerne trage und widerstehe seither der Versuchung weitere zu stricken.

Ansonsten überleg ich mir sehr genau, was ich stricke. Ich stricke wirklich gerne, aber nicht, um den Kasten sinnlos zu füllen. Das ist mit ein Grund, weshalb ich praktisch nie nach Anleitung stricke. All die Pulloveranleitungen z.B. auf Ravelry, da genügt es meist schon die Projekte dazu anzusehen um zu erkennen, dass sie den meisten Strickerinnen weder stehen noch passen.
Gut überlegt und abgewägt ob einem die Schnittform steht, das Strickgarn sowohl vom Material her als auch farblich wirklich zu einem passt, verhindert das Risiko einen Schrankhüter zu produzieren markant. Da hantiere ich nicht anders als beim nähen oder kaufen von Kleidung.

Modetrends und Hypes interessieren mich nicht wirklich, meine Kleidung muss mir passen und stehen. Deshalb wähle ich meine Strickprojekte ganz gezielt, designe und berechne sie auch lieber selbst, passend zu meiner Garderobe. Das ist für mich ein genau so schöner und wichtiger Teil wie das Stricken an sich. Seh ich, dass es nicht passt, ribble ich auch lieber wieder auf. Die schönen Strickstunden hatte ich ja trotzdem und das neu stricken garantiert viele weitere dazu. Es tut meist auch nicht mal weh, denn was bringt es, wenn ich etwas produziere, was letztendlich nicht zum Einsatz kommen kann?

So geschehen bei einer Jacke, die ich in einem Heft sah und dieses nur deshalb gekauft hatte. Abgesehen davon, dass der Teller im Rücken nach Anleitung gestrickt einen Spitzhut ergab und ich diesen deshalb auftrennte und selber berechnet ein zweites Mal strickte, entwickelte sich das Ganze nach dem zusammennähen zu einer Bomberjacke.



Natürlich war es auch ein Fehler von mir, dafür eine reine Wolle statt eines Viscosegemischs mit Vollsynthetik *schüttel* zu verwenden. Aber ob die Jacke im Originalmaterial wirklich besser geworden wär wag ich zu bezweifeln, denn gezeigt wurde im Heft nur die Rückenansicht. So hab ich alles komplett aufgetrennt und die Wolle wartet fein geknäuelt geduldig auf einen besseren Einsatz. Das ganze hat mich auch nicht gefrustet, den Strickspass hatte ich trotzdem und dazu noch eine ganze Runde köstlichen Amüsierens. Was haben wir gelacht über das Teil.

So kann ich die drei Punkte ganz einfach beantworten: Was ich stricke trage ich gerne und oft. Passiert es mir doch mal, dass ich etwas stricke, was ich nur selten oder gar nie trage, wird es rigoros aufgeribbelt oder zieht aus.

Montag, 28. April 2014

Ich seh Rot

Man nehme verschiedene gefärbte Kammzüge


Sewo-Färbungen

kardiere diese zu etwa gleich dicken Batts


kurbel kurbel

mische sie gruppenweise zusammen


noch mehr kurbel kurbel

und kardiere letztendlich diese Gruppen nochmals geschickt aufgeteilt zu insgesamt zweiunddreissig Batts im gleichen Farbton


insgesamt etwa ein Kilo

und kann dann zufrieden und total ko schlafen gehen.


BFL, Southdown und süddeutsche Merino

Am nächsten Morgen Kontrolle bei Tageslicht: Juppi, sie sind einheitlich ohne markante Farbunterschiede. Gewicht kann ich nicht genau sagen, da ich ohne Waage gearbeitet habe.
Zweite Etappe eines Langzeitprojektes ist geschafft, mein Spinnfutter für die nächste Etappe bereit. :-)

Sonntag, 27. April 2014

Der Osterhase meldet sich nochmal

Nach einer nicht ganz so lang geplanten Pause kann ich mich endlich wieder melden. Mein Windoof hat dermassen gezickt, dass alles neu aufspielen die beste Lösung war. Nun ja, hat soweit auch alles geklappt, aber das updaten kostet enorm viel Zeit und Microsoft ist diesbezüglich nicht gerade User freundlich. Nun, jetzt läuft mein Kistchen soweit wieder, aber noch ist viel Feintuning zu machen...

http://alpisanleitungen.files.wordpress.com/2014/04/schaefchen_maeh.pdf

Und deshalb kann der Osterhase sich leider auch erst jetzt wieder melden, auch wenn er das lieber früher getan hätte.
Denn Ostern ist definitv vorbei, die letzte Schokolade vernichtet und nicht gefundene Ostereier laufen Gefahr zu vergammeln, was wir ja nicht wollen. Ich verrate aber meine Geheimnisse ungerne, weil dann sinds ja keine mehr.
Aber der Osterhase ist ja bekanntlich lieb und hat Erbarmen mit den armen Seelen, die das Osterei bis jetzt nicht gefunden haben. Stubst ihn mal liebevoll an. Ich bin mir sicher, er rückt euch danach die Anleitung raus. ;-)

Ich hab nun viel nachzuholen, eure Blogs besuchen, meine gefühlten tausend Fotos runter zu laden und bearbeiten, denn untätig war ich natürlich nicht in dieser Zeit. Davon aber ein ander Mal mehr.

Freitag, 18. April 2014

Ein Osterei für euch!

Oder wohl eher Osterlamm. Aber nein, nicht zum essen, obwohl sehr lecker wär das auch. ;-)



Määäh hat Gesellschaft bekommen und diesmal hab ich fleissig Notizen gemacht.
Wer hat Lust sich selber ein Schäfchen, ein Böckchen oder gar eine ganze Herde zu stricken? Voilà, mein Ostergeschenk an euch. Aber wie das so ist mit den Osternestern, die muss man suchen und finden....



Schaut mal wie bittend sie schauen.
Na, wer findets als Erster? :-)))

Mittwoch, 16. April 2014

Ein Strickstück im Zentrum starten

Immer wieder fällt mir auf, dass viele nicht wirklich wissen, wie man ein rund gestricktes Strickstück, das im Zentrum beginnt, startet.

http://alpistrickbuch.blogspot.ch/2014/04/runder-anschlag-aus-der-schlinge.html

Ich hab mich deshalb mal hingesetzt, geknipst und beschrieben, wie der Anschlag mit Schlinge funktioniert und auch klappt.
Natürlich wie immer zu finden in meinem Strickbuch.

An dieser Stelle auch mal ein Sorry für mein doch nicht kleines Label auf jedem Bild. Aber Geschichten wie sie Tichiro gerade erlebt, bestärken mich, damit richtig zu liegen. Es ist irre viel Arbeit solche Bilder herzustellen, mit knipsen alleine ist es nicht getan. Es braucht, genau wie beim scannen auch, zusätzlich enorm viel Zeit die Bilder grafisch auszuarbeiten, alles zusammen zu stellen und online zu stellen.
Mein Wissen geb ich wirklich gerne weiter, aber dass Andere damit Kohle machen, nö, das mag ich gar nicht. Und da nichts, aber auch wirklich gar nichts (auch nicht die doofen Linksklicksperren) vor Bilderklau im Internet schützt, bleibt nur das markante signieren. Ich hoffe, ihr sehts mir nach und versteht mich.

Aber nun zurück zum schönen Teil der virtuellen Welt.
Lasst uns unser Wissen austauschen, ohne Kommerz. Denn dies war eigentlich mal die Grundidee des www.

Frohes Stricken und natürlich erfolgreiches aus der Schlinge anschlagen. :-)

Dienstag, 15. April 2014

Tobsuchtsanfälle beim Stricken?

Die Wollschaf-Frage kommt heute von Daniela:
Seid Ihr schon mal so richtig ausgeflippt, weil es mit einer Anleitung/einem Muster/einer Technik nicht geklappt hat?
Habt ihr schon mal in die Stricknadel gebissen oder seid in Tränen ausgebrochen?
Was ist Eure Taktik bei "Handarbeitssackgassen"?

Der einzige, der je in eine meiner Stricknadeln gebissen hat, ist mein Mann:



Lasst euch niemals von eurem Mann helfen, wenn ihr die Schraubverbindung nicht mehr aufkriegt... 

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich glaub im Leben noch nie einen Tränenausbruch wegen der Strickerei. Das liegt sicher daran, dass ich es sehr früh und leicht gelernt habe.
Aber ich bin auch sehr ehrgeizig und mag es nicht zulassen, dass mich ein Muster oder eine Anleitung fertig macht. Neneee, das muss umgekehrt laufen. Was natürlich nicht heisst, dass ich nicht auch mal eine Runde Beschwörungsformeln ausstosse oder gereizt auf allfällige Störungen wie, in diesem Moment doofe, Fragen reagiere. ;-)

Grundsätzlich gab's bisher keine Anleitung, die ich nicht habe knacken können. Ist das Geschreibsel zu kryptisch oder in der Idiotenversion mit Reihe-um-Reihe-Beschrieb, mach ich durchaus auch vorgängig entweder eine schematische Zeichnung oder reduzier die für mich nötigen Angaben aufs wesentliche, was mir dank glücklicherweise gutem Vorstellungsvermögen möglich ist.

Allerdings strick ich eh selten nach Anleitungen, ist einfach nicht mein Ding, meine Hände machen sich ja doch immer selbstständig. *gg*

Donnerstag, 10. April 2014

Spielen... :-))

...muss auch sein



Wenn ich für grössere Projekte spinne, gehen meine Gedanken ganz eigenwillige Wege, eben meist auch etwas gspinnert.

Frühling in wolliger Version ;-)



Aber wie mir scheint, ist das Mäh ganz entzückt von den Blümchen und vergisst dabei völlig, dass es eine zähe Geburt hinter sich hat.



Mann, ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig ist ein Schafgesicht zu gestalten. Mit den ersten Versuchen hab ich das Köpfchen so versaut, dass ich ein neues stricken musste. Zum Fusselzeugs verstricken sag ich mal lieber nix...
Dagegen war das spinnen des Artyarns direkt ein Kinderspiel, auch wenn ich dabei einiges zum ersten Male gemacht habe und dies nicht so ganz hingehauen hat. Aber ist ja Artyarn und deshalb muss das so. *gg*

Wachsen in euren Köpfen auch manchmal so ähnliche Schnaps-Ideen während einer langwierigen Arbeit?

Montag, 7. April 2014

Gesocke



Nein nein, die hab ich nicht alle in einer Woche gestrickt, sondern immer mal zwischendurch. Und gestern hab ich dann auch endlich mal alle Fäden vernäht. Und nein, das sind keine Babysöckchen, sondern Socken in Gr. 39 die so mickrig wirken neben den riesigen Yetistrümpfen in Gr. 45. *lach* Grosser Mann bedeutet lange Beine, was halt auch dementsprechend lange Beinrohre verlangt. ;-) Bis auf die türkis-smaragdfarbenen sind sie aus diesen Färbungen gestrickt - die ich so wohl kaum mehr machen werde. Überzeugt mich nicht wirklich, diese Energie aufwändige Topffärberei, die dazu auch noch die Wolle arg strapaziert, im Endeffekt sehen die Strümpfe wie aus Kaufgarn gestrickt aus.

Eigentlich geht es mir heut aber vor allem um dieses Paar. Die selber gesponnene dünne Sockenwolle hab ich nämlich gleich verstrickt.



Nun ja, dünn spinnen ist die eine Sache, gleichmässig wär die andere... Da ist noch einiges an Übung nötig. Es ist auch nicht wirklich einfach so erkennbar, dass die Socken dünner sind. Aber im direkten Vergleich mit 4-fädiger Industrie-Sockenwolle zeigt sich der Unterschied:



Ganz besonders aber natürlich beim Tragen. Die Socken fühlen sich, trotz ihrer Krumpeligkeit, sehr viel feiner an an den Füssen. :-)



Sie sind witzigerweise schwerer (66g) als diejenigen aus Kaufwolle (57g). Das liegt wohl daran, dass Handspinnwolle allgemein schwerer ist, aber wohl auch an der Faser (BFL). Dafür sind sie elastischer als die Industriewolle, was ein feiner, aber nicht unwesentlicher, Plusfaktor ist.
Mal sehen, wann ich die nächste Sockenwolle spinne. Lust dazu wär da, aber all die Garne, die ich gesponnen habe, wollen ja auch verarbeitet werden. Und es wollen mir einfach keine weiteren Arme und Hände wachsen...

Dienstag, 1. April 2014

Ich stricke, aber...

Das ist die heutige Frage von Tammina, die das Wollschaf aus dem Archiv geholt hat. Mit der Aufforderung, diese Aussage nach eigenem Gutdünken weiter zu führen. Et voilà:

...vor allem spinne ich. *gg* Beweis?

Mein Kardierberg ist nun Garn, ich habs dreifach verzwirnt.


632 g/1296 m

Dann ist es mir tatsächlich gelungen hyperfeines Sockengarn zu spinnen. *jubel*



Ich wollte es unbedingt dreifach verzwirnen, weil ich denke, dass dies stabiler ist. War schon eine Nervenprobe durchzuhalten, aber die Geduld hat sich ausgezahlt, denn ich hab die angepeilte Lauflänge trotz Dreifachzwirn (Navajo) geschafft. *juchhuuu*


102 g / 517m (Kettenzwirn)

Jetzt ist der nächste Geduldstest damit am laufen, denn das stricken mit Zweiernädelchen ist grenzwertig in Bezug auf den Spassfaktor.

Damit die Trommelkarde nicht auf meinen e-Spinner neidisch wird, hab ich auch ihm Futter gegeben.


BFL und Merino (Sewofärbungen) gemischt

Wundert ihr euch über die Farbe? *lach*
Nun, ist nicht für mich, sondern für ein Gemeinschaftsprojekt und da berücksichtige ich natürlich die Farbwünsche. Rosa führ ich nicht wirklich in meinem Stash, aber als Spinner ist das ja kein Hindernis für mich. Aus Pink, Rot und Weiss hab ich mir den Farbton selber zusammen gemischt und damit das Gärnchen fürs geplante Projekt gesponnen.


150 g / 257 m (Kettenzwirn)

Ja doch, ich strick schon auch noch. Die versponnene Zuckerwatte (Name von meinem Liebsten *gg*) ist schon verarbeitet und die Socken hab ich auch noch am Wickel. Aber davon ein ander Mal. Denn jetzt ruft schon wieder der Spinner nach mir, brauch noch neues Futter für die Stricknadeln, hab ja so gar nix auf Vorrat... *gacker*

Ich stricke, ich spinne und das derzeit grad voll intensiv. So ist es meist schon spät in der Nacht bis ich mich davon lösen kann, aber auch nur weil der Körper unbedingt Schlaf haben will. Sowas Blödes aber auch..