Dienstag, 7. Oktober 2014

Warum diese Shitstorms?

Wieder einmal beschwört ein abwertender Artikel über handarbeitende Frauen einen Shitstorm in Netz herauf.
Was denkst Du?
Warum fühlen sich so viele Frauen sofort angegriffen und gehen in den Verteidigungsmodus, sobald jemand abwertend über Handarbeiten schreibt?
Mangelt es der handarbeitenden Frauenwelt vielleicht einfach nur an dem Selbstbewusstsein, über solches Geschreibsel mit einem milden Lächeln hinwegzusehen?

Der Artikel wär ja glatt an mir vorbeigegangen, wenn nicht das Wollschaf wär. Ich hab ihn jetzt schnell überflogen und was soll ich sagen, ich versteh die Aufregung nicht.

Mir ist egal, was die Autorin von Handarbeit hält, das soll jeder halten wir er möchte. Auch wenn ich ihr in einigen Punkten durchaus recht gebe, mich darüber aufregen tu ich nicht. Wozu auch? Anscheinend ist das Bedürfnis nach Bastelei da, sonst würden all die Shops nicht florieren. Wenn wer Spass dran hat hundert Kosmetiktäschchen zusammen zu zimmern, von mir aus. Ich bin weder gezwungen, solche Blogs anzusehen noch muss ich was in den Bastelshops kaufen.

Warum deswegen ein Shitstorm losgeht? Ich denk, jeder der sich darüber aufregt wurde an mindestens einem Punkt getroffen. Aber es ist ja so viel einfacher, jemand anderen nieder zu machen statt sich mit sich selber auseinander zu setzen. Wenn ich mich in einem der Punkte angegriffen fühlen würde, tät ich in mich gehen um heraus zu finden, wo meine Schwachstelle ist und warum. So, wie ich auch in der Kolumne erkennen kann, wo die Schwachpunkte der Journalistin liegen, nur dass ich mich damit nicht auseinander setzen mag, denn es sind ja ihre.

Shitstorms können gute und starke Wirkungen erzielen - aber bitte, dann für die wirklichen Probleme dieser Welt. All die Aufregung, Zeit und Energie, die hier verschwendet wurde, viel zu schade für einen Fall wie diesen...

Kommentare:

  1. Liebe Alpi,
    du sprichst mir aus der Seele. Was da gerade wieder abgeht, ist doch mehr als ätzend und sowas von flüssig :o(
    Schade, das ein Großteil der Meinscheit auf sowas so abfährt um nur ja seinen Senf dazugeben zu müssen. Ich brauch das auch nicht.
    Also harren wir einfach der Dinge die da kommen werden (oder auch nicht) und schauen uns das weiter aus der Ferne an.
    Ist auch viel besser für die eigenen Nerven, denn an meinen hat sowas nichts zu suchen. Da sind andere Dinge viel wichtiger.

    Liebe Grüße
    Gnubbel (Silke)

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  2. Liebe Alpi, wenn ich deinen Blog nicht lesen würde, wäre der Artikel und die ganze Aufregung darüber auch an mir vorübergezogen. Nun, habe ich beides gelesen und sehe das ganz ähnlich wie du. Die Autorin mag weder Handarbeiten noch Basteln etc. pp. - so what. Sie darf ihre Meinung haben und äußern und wenn sie das überspitzt tut. Dann sehe ich darin ein Stilmittel um zum Nachdenken anzuregen. Ein bissle Selbstreflexion schadet niemandem auch den werkelnden Frauen nicht ;). Ansonsten halte ich es folgendermaßen: ich lese die Blogs, die ich interessant finde und die mich inspirieren. Für alles andere gibt es den "delete"-Knopf. Frohes Schaffen und liebe Grüße bjmonitas

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  3. Ja, liebe Alpi, wir haben ja schon gesagt, was zu sagen war, ansonsten, "jedem Tierchen sein Pläsierchen" und das sollte man sich doch auch gönnen...
    Knuddelchen
    Regina

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  4. Sofern der Autorin Bastelei und Berichte darüber zu praxisbezogen erscheinen, dann darf sie doch gerne weiter theoretisieren.
    Sind wir doch tolerant und gönnen ihr dieses Vergnügen.
    :)
    LG Lehmi

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  5. Da ist nichts hinzuzufügen.
    LG

    Sylvia

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  6. Danke für's Teilen. Mir gefällt die Kolumne, trifft sie doch zu. Natürlich ist nicht jede häkelnde Frau auf dem Rückzug in die ach so kuscheligen 50er Jahre, wo frau nicht mal einen Kühlschrank ohne die Unterschrift ihres Mannes kaufen durfte. Der Sinn von Kolumnen ist es doch, mal den Finger in die Wunde zu legen. Die negativen Kommentare habe ich nicht gelesen. Aber diese öffentlichen Aufschreie sind schon merkwürdig, zumal die Schreier/Schreiber häufig gar nicht begreifen, worum es eigentlich geht :-)

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  7. Ich hab´s gelesen und vergessen ;o)
    Jedem das Seine!
    Ich muss mich nicht rechtfertigen, was ich warum mache. Ich mache es einfach - oder auch nicht :o)
    Darüber darf jeder denken, was er will. Es sind seine Gedanken...

    Lieben Gruß
    Andrea

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  8. Grins......"und wenn sie nicht gestorben sind, dann stricken sie noch heute".Ich bin da schmerzfrei und werde weiter werkeln.
    Herzliche Grüße, Sabine

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  9. Liebe Alpi, ich denke, viele fühlen sich deshalb so persönlich angegriffen weil hier deutlich wird: hier schreibt keine gute Journalistin, sondern eine Frau, die das nicht kann, was sie verurteilt. Sie spricht nicht etwa ein Thema an, beleuchtet es von mehreren Seiten, hinterfragt oder gibt gar im Austausch mit anderen die Möglichkeit, sich mit ihr und diesem Thema auseinanderzusetzen. Sie lässt ihre Abwertung und Missbilligung im Raum stehen- und das ist kein guter Journalismus. Anders könnte man das sehen, wenn dort eine Managerin und Karrierefrau schreiben würde und man könnte schmunzelnd sagen: die weiß ja gar nicht, wovon sie schreibt.

    Ich fühle mich verletzt, unverstanden und ganz tief in eine Schublade gedrückt. Ich sitze allabendlich- und wann immer es geht- vor meinem Spinnrad, häkle, stricke, filze. Ich backe Cookies, koche Marmelade und nähe Patchworkdecken. Weil es mein Ausgleich zu einem anstrengenden Bürojob ist. Niemand schätzt mich dabei als Vorzeigemami mit Töchterchen, Biogarten und Ökotick ein, denn ich trage Bussineßkleidung, kaufe bei Edeka und habe perfekt manikürte Nägel. Und es fiele mir im Traum nicht ein, Leute mit selbstgemachten Dingen zu beschenken, die sie nicht brauchen. Dafür kann man vorher nach Vorlieben und Wünschen fragen oder es auch ganz bleiben lassen. In meiner Verwandtschaft macht fast niemand Handarbeiten- und man trägt meine Filzhausschuhe, Mohairschals und Handschuhe gerne, liebt mein Gebäck und genießt die besondere Zuwendung. Und das schon ein Leben lang- und nicht seit irgendeiner Do-it-yourself-Welle. Wer so schreibt, konnte nie Freude über eigener Hände Arbeit empfinden.

    Herzliche Grüße, Beatrice

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    1. Wenn du glücklich und zufrieden bist mit deinen Hobbys, dann kann es dir doch völlig egal sein, was andere darüber denken oder in welche Schublade sie dich stecken! ;-)

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  10. Ich gebe der Autorin in den Punkten recht, dass es einige Handarbeiterinnen gibt, die ihre Freunde, Verwandten und Bekannten quasi zwangsbeglücken mit selbstgemachten Dingen. Da ich selbst auch schon ganz furchtbar hässliche gestrickte Capes geschenkt bekommen habe, hüte ich mich davor, in den gleichen Fettnapf zu treten.
    Ich verschicke einfach selbstgebastelte Karten zu den wichtigsten Anlässen. Die muss niemand aufheben und kann sie wegwerfen. Ich finde, das ist eine praktische Lösung.

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass die Journalistin, die von sich selbst sagt, in einer Depression zu stecken, mit dem Artikel ungerechtfertigte Seitenhiebe an all diejenigen verteilt, die mit stricken/häkeln/klöppeln oder weiß der Geier gegen genau diese Depression ankämpfen.

    Von mir aus kann jeder machen, was er möchte. Die einen schreiben Artikel, wie zweiten treiben Sport und ich stricke halt. So what. :)

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  11. Oh herrlich - ich verstehe die ganze Aufregung nicht - das ist ja wie im Kindergarten! Da gibt es ein Sprichwort: Getroffene Hunde bellen!
    Liebe Grüße, Conni

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  12. UUUPS...und die Brigitte fühlt sich genötigt, Statements abzugeben...
    :-)
    Naja...nicht jeder mag selbstgemachtes. Nicht jeder mag selbstgekauftes. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, gell!
    Ich jedenfalls fühle mich nicht angegriffen. Kann ich jetzt davon ausgehen, dass ich ein gesundes Selbstbewußtsein habe?
    Meine Tochter hat für soetwas einen schönen Ausspruch: Kinderkacke grün!
    In diesem Sinne, einen schönen Mittwoch allen Selbermacherinnen
    Liebe Grüße, Christiane

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  13. In dem Artikel steht ziemlich viel Quatsch. Er ist so langweilig, daß ich ihn noch nicht einmal zu Ende gelesen habe.

    LG Christiane

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