Dienstag, 26. November 2013

Stricken/Häkeln im öffentlichen Raum?

Katharina fragt heute beim Wollschaf:
Strickst oder häkelst du auch in der Öffentlichkeit (also in Cafés, Bus und Bahn, Büchereien, in der Uni, am Arbeitsplatz etc.) ? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie reagiert die Umwelt darauf? Wurdest du schon angesprochen und was haben sie gesagt?

Demonstratives öffentliches Stricken ist nicht mein Ding. Aber wenn ich Lust zum Stricken habe und es vom Umfeld her passt, dann strick ich auch im öffentlichen Raum.



Reisend nur in der Bahn. Da haben sich oft sehr schöne und auch inspirierende Gespräche daraus ergeben. Das war zu meiner Pendlerzeit, wo ich auch in der Schalterhalle oder im Wartesaal strickte. Bus, Auto oder gar Tram sind für mich keine guten Strickorte. Entweder ist zuwenig Platz (fremdem Hintern vor meiner Lismete, Jacken, die einem in der Enge zur Mumie versteifen etc.) oder ich finds schlichtweg gefährlich. Die Vorstellung, wo sich die Stricknadeln überall reinbohren können (ein Airbag z.B. entwickelt beim Öffnen geballte Kräfte...) sind für mich Grund genug es sein zu lassen in Bus und Auto.
In Restaurants wird es hier verständlicherweise nicht gerne gesehen. Organisierte Stricktreffen wären bestimmt in Absprache machbar, hatte ich bis jetzt aber nicht wirklich Bedürfnis danach.

Ich stricke sehr gerne, finde aber, es muss nicht überall und jederzeit stattfinden. Wenn sich Stricker treffen und Nadel klappernd miteinander plaudern ist das okay für mich. In einer gemischten Runde find ich es eher unpassend, denn wirklich ganz ist keine Strickerin beim Gespräch dabei, da die Hände auch bei aller Routine ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit fordern.

Ich stricke aber auch nicht mehr dermassen viel, dass ich jede nur erdenkliche Möglichkeit dafür nutzen müsste. ;-)

Und du, überall und an jedem Ort stricken?
Oder doch eher wie ich am liebsten in einem bequemen Sessel oder auf'm Sofa?

Kommentare:

  1. Also ich bin eine Heimstrickerin ;) Es ergibt sich aber auch nicht wirklich die Möglichkeit für mich - ich bin meistens mit dem Helden im Auto unterwegs. Selbst wenn ich die Möglichkeit hätte - ich würde es nicht tun. Also bin ich da wie du ;)

    Dickes Knuddelchen
    nima

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  2. Ich stricke zugunsten eines Projekts in Kenia Socken - undzwar immer und überall! Wenn ich an Seminaren teil nehme, wenn ich im Auto Beifahrerin bin, wenn ich fersehe, wenn ich Leute besuche oder wie gestern abend, als ich bei einer Vereinsveranstaltung war. Dort wurde ich vorgestellt mit dem Kommentar: sie strickt hier vorne...;) Ich freu mich dran, so kann ich über das Projekt erzählen, Bestellungen annehmen usw. Auch als Referentin könnte ich nebenbei stricken, das ist aber die einzige Gelegenheit, die ich konsequent auslasse um die TN nicht zu verwirren ;)

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  3. Hallo Alpi !

    Zufällig bin ich auf Deinem Blog gelandet, und als ich die Anleitung für den Möbius las, bin ich sofort Wolle kaufen gefahren... ;-)
    Einer ist schon fertig, der nächste in Arbeit.
    Ich stricke vorwiegend daheim am Kachelofen. Bis auf einen Abend ind er Woche, da trifft sich im Winter die Strickrunde unseres Dorfes.
    Kompliziertes wird dabei allerdings nicht gestrickt, denn mindestens genauso wichtig wie das Stricken ist uns "Erfahrungsaustausch" oder wie auch immer man das nenen will. *g* Es wird viel geredet und gelacht.

    lg Frieda

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  4. Hallo,

    ich stricke in der Straßenbahn. Da ich einen längeren Fahrtweg hab, finde ich es ok. Ich bin in der Regel zu zeiten unterwegs, wo wenige Pendler reisen. Ich hab immer Strickzeug dabei wenn es geht stricke ich. Natürlich nehme ich Rücksicht auf das Umfeld.

    Viele Grüße
    Fiene

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  5. Hallo,
    Ich stricke prinzipiell auch in der Öffentlichkeit, aber nicht überall. Da ich derzeit z. B. pro Woche fast 10 Stunden nutzlos in der Schule sitze und nicht heimkomme, ist da immer ein Strickzeug oder eine Spindel dabei. In Bus oder Zug kann ich aber nicht stricken, da werde ich seekrank,
    LG, die Wollmaus

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  6. Ich bin auch der geborene Daheim-Stricker. Zum einen, da ich meist zuhause bin, ansonsten im Auto hinter dem Lenkrad sitze, mit den Öffentlichen so gut wie gar nicht fahre und zum anderen, weil ich nicht mit eher unpassenden Kommentaren angemacht werden will. EInzig in Wartezimmern vertreibe ich mir die öde Zeit an der Nadel, da antworte ich auch gern auf interessierte Fragen.
    Liebe Grüße
    Froggie

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  7. Mein Strickzeug ist auch immer dabei und wird so bald Platz und mehr als fünf freie Miunten da sind ausgepackt, wer eine Stund Fahrzeit in den öffentlichen Verkehrsmittelzu bringst , ist irgendwann so weit und möchte die Zeit sinnvoll nutzen ((-:
    einmal im Monat gibe es auch ein ravelrytreffen, da stricken wir gemaiensam in einem der Bochuimer Cafes.
    Lustig ist es immer dann wenn das ÖPNV Gegenüber auch das STrickzeug auspackt, da ist sofort Gesprächstoff da, viele schauen, die meisten lächeln, je nach Farbtupfer gibt es auch mal ein Kompliment für Wolle und Strickstück (-:
    LG G

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  8. Die meiste "Strickzeit" findet bei mir auf dem Sofa statt, allerdings habe ich das Strickzeug auch oft dabei, wenn der Jüngste beim Hockey oder Ju-Jutsu ist und ich mir anderen Müttern auf der Bank sitze. Die Haltung beim Stricken auf der Sporthallenbank ist nur irgendwie grausig für meine Wirbelsäule, da kann ich mich hinterher manchmal nicht ganz aufrichten. Deswegen stricke ich meist nicht die GANZE Trainingszeit.
    Im Wartezimmer beim Arzt stricke ich auch manchmal - da tut mir besser als mich über die Zeit des "Wartenmüssens" aufzuregen ;)

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  9. Vielen lieben Dank für deine Antwort :)
    Es hat zwar ein Weilchen gedauert aber die Zusammenfassung aller Antworten findest du ab sofort auf meinem Blog.
    http://katscaps.blogspot.de/2013/12/zusammenfassung-verstrickte.html

    Liebe Grüße
    Katharina

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