Dienstag, 9. Juli 2013

Interesse oder dumme Sprüche?

Das Wollschaf hat heute aus dem Archiv eine Frage von Angela:
Gab’s von Freunden, Verwandten, Passanten oder so schon mal dumme Kommentare zum Thema stricken? Gibt’s ein Vorurteil oder einen Spruch, über den Du Dich besonders aufregst oder ärgerst?


Dumme Sprüche? Nein, das eigentlich nicht. Von Verwunderung bis Ehrfurcht, ja, das erleb ich oft. Und ehrliches Interesse.

Was mich aber regelmässig ärgert, ist die Frage, ob ich ihr/ihm auch was stricken würde und dann auf die Frage, was sie/er dafür machen oder bezahlen würden, erstaunte Augen zu sehen bekomme. Ja klar, ich hab ja nix anderes zu tun und warte nur drauf meine Arbeit gratis zur Verfügung zu stellen.

Allerdings strick ich selten in der Öffentlichkeit. ÖV benutz ich nicht und an Demonstrations-Tagen trifft man mich nicht an, da Stricken für mich nur eins von vielen schönen Hobbys ist. Und die führ ich eigentlich alle zuhause aus.

Wer von euch hat schon dumme Sprüche zu hören bekommen und vor allem, was für welche?

Kommentare:

  1. Da muß ich mich doch gleich mal zu Wort melden, weil ich das Thema so spannend finde. Als ich noch in die Schule gegangen bin gab es schon mal einen "Strick-hype". Jede und jeder hat in jeder Lebenslage gestrickt.

    Heute traue ich mich (noch) nicht überall zu stricken, weil ich denke, dass es noch nicht wieder die gleiche Akzeptanz hat. Z.B. letztens auf einem Betriebsausflug. Wir haben gemütlich an den Tischen gesessen und geklönt, aber ich habe das Strickzeug in der Tasche gelassen.

    Wenn ich es mal tue, z.B. im Arztwartezimmer o.ä. dann errege ich damit Aufmerksamkeit. Meistens erzählen mir dann ältere Frauen, was sie früher alles gestrickt haben.

    Die Bitte nach etwas gestricktem kenne ich auch sehr gut. Und ich weiß auch immer nicht so recht, was ich darauf antworten soll. Etwas handgestricktes ist nicht wirklich bezahlbar von daher stricke ich nur für liebe Freunde als Geschenk.

    Aber Alpi, deine Idee mit der Gegenleistung finde ich ganz interessant. Vielleicht findet sich ja jemand, der gegen ein Paar Socken mein Zimmer streicht, den Rasen mäht oder das Unkraut jätet. Ich setzte mich dann gerne auf die Terasse und stricke ein bischen ;-)

    Liebe Grüße
    Margit

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    1. Nun ja, ich muss zugeben, dass ich das Stricken nicht überall passend finde. Ist letztendlich für das Gegenüber beim Gespräch genauso störend wie andere Nebentätigkeiten. Einfach sein beim zusammen sitzen soll und muss auch sein. ;-)

      Ich wünsch dir viel Erfolg dabei als Gegenleistung das Malen oder Rasen mähen aushandeln zu können und hoffe, du berichtest uns dann davon.

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  2. Für mich der dümmste Spruch: "Also dafür wär mir meine Zeit zu schade." - Sagte mir eine Bekannte, die kein Hobby hat, nie liest, aber immer weiß, was abends auf den Privatsendern gelaufen ist.
    Die Idee mit den Gegenleistungen finde ich übrigens sehr interessant.

    LG

    Elke

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  3. also ich stricke eigentlich nie in der Öffentlichkeit - ich hatte auch auch noch nie die Gelegenheit irgendwie.

    Beim Arzt bin ich so gut wie nie (zum Glück) - deswegen nicht mal dort.

    Die Leute, die mich bis jetzt um Selbstgestricktes gefragt haben, haben sich eigentlich immer irgendwie "erkenntlich" gezeigt - sei es durch eine liebe, kleine Aufmerksamkeit oder einen Tausch gegen etwas anderes Selbstgemachtes!

    Dickes Knuddelchen
    nima

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  4. Ich stricke und häkle an allen möglichen und unmöglichen Orten :-) .
    Neugierige oder auch erstaunte Blicke ernte ich da oft.

    Kann mich aber nur an einen blöden Spruch erinnern:
    Da sass ich Nachmittags auf der Terrasse eines Nobelhotellrestaurants,
    ein Amerikaner in Buissnesuniform meinte in englisch zu seinem Kollegen : gugg mal die da ... ob die wohl seit der Flower-power bewegung hier kleben geblieben ist...

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    1. Dabei läuft das Strickfieber gerade in den USA auf Hochtouren!! ;-)

      Ich stricke manchmal in der Öffentlichkeit und habe bisher nur positive Reaktionen bekommen. Bei komplizeirten Mustern strcke ich lieber Zuhause oder auf langen Zugfahrten. Dann kann ich mich besser konzentrieren.
      Liebe Grüße
      Anne

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  5. Als ich gesundheitlich noch nicht an die Wohnung gebunden war, strickte ich auch in der Öffentlichkeit. Hauptsächlich Socken und wurde immer wieder gefragt, ob ich denn diese besonderen Socken auch verkaufen würde.
    Viele Leute sagten, dass ihre Großmütter auch Socken strickten und sie sich gerne an die Zeit erinnern.

    Liebe Grüße, Renate

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  6. Am schlimmsten ist es auf Märkten, wenn Männer den Raum betreten und ich am Stand sitze und stricke. Da kommt dann 4-5 Mal pro Tag der Spruch: zwei rechts, zwei links, zwei fallen lassen und ein Lacher hinterher. Meistens kann ich schon im Voraus sagen, wer diesen Kommentar abgibt, das ist eine ganz spezielle Sorte von Mann....

    Liebe Grüße, Christiane

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  7. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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